Philipp Öttl: 114 Rennen – und nur ein echter Sturz

Von Günther Wiesinger
Moto3
Der Apfel fällt nicht weiter vom Stamm, heisst es. Deshalb wurde aus Philipp Öttl ein GP-Fahrer. Aber so sattelfest wie der erstaunliche Junior war Papa Peter Öttl trotz fünf GP-Siegen nicht.

«Philipp ist besser als ich. Er schmeisst's nicht dauernd weg.»
Das war die anerkennende Bemerkung von Papa Peter Öttl, als Junior Philipp 2012 noch gegen Florian Alt um den Gesamtsieg im Red Bull Rookies-Cup stritt.»

Dabei war Peter Öttl fünffacher GP-Sieger (80 und 125 ccm) und 1989 beinahe Weltmeister in der 80-ccm-Klasse auf Krauser.

Inzwischen bestreitet Philipp Öttl mit 19 Jahren die dritte Saison in der Moto3-WM. Er ist der einzige deutschsprachige Teilnehmer; er glänzte schon in der Debütsaison 2013 mit vier Top-Ten-Rängen, blieb 2014 hinter de Erwartungen und hält in dieser Saison wieder prächtig in der Weltklasse mit.

Was sich nicht geändert hat: Philipp Öttl (Team Schedl GP Racing) bringt sein Rennmotorrad in den Rennen mit bewundernswerter Konstanz ins Ziel. Stürze haben Seltenheitswert.

Der ​deutsche KTM-Pilot, zuletzt in Le Mans und Barcelona auf dem starken zehnten Platz ins Ziel gefahren, hat bisher im Rennsport an fünf Serien teilgenommen.

Hier die Statistik

2009: ADAC Junior Cup
2010/11: IDM 125
2010-2012 Red Bull Moto GP Rookies-Cup
2012: CEV (Internationale Spanische Moto3-Meisterschaft)
2013 bis 2015: WM Moto3.

Total: 114 Rennen
Zielankünfte: 106
Technische Defekte: 4
Unverschuldet gestürzt: 3x (konnte einem gestürzten Fahrer nicht mehr ausweichen)
Selbstverschuldeter Sturz: 1 (WM Aragón 2014).

2013 gelang Öttl sogar ein WM-Rekord: Er stürzte in der gesamten Saison nur einmal – im Training zum Assen-GP. Dabei hat er in der Saison 2013 mit allen Tests nicht weniger als 8500 km zurückgelegt.

2015: Bis jetzt in allen Trainings und Rennen 3070 km abgespult, nur Remy Gardner und Matteo Ferrari haben noch mehr Runden gedreht. (Und Öttl ist immer 2015 noch sturzfrei).

Peter Öttls Respekt für die Leistungen von Sohn Philipp sind weiter gestiegen. «Die Konstanz ist sicherlich Philipps größte Stärke», bemerkt Papa Peter, der bei der Sponsorensuche erfolgreich ist und im Team das Data-Recording erledigt. «Wenn man bedenkt, dass Phil bis zu seinen Rennsturz 2014 in Aragón sechs Jahr lang in keinem Rennen einen selbstverschuldeten Ausfall hatte... Der vorletze Rennsturz ist bei einen Supermoto-Rennen 2008 passiert.»

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