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Endlich: Brünn-GP für vier weitere Jahre gesichert

Von Günther Wiesinger
Spannung gestern in Brünn: Marc Márquez vor Dovizioso

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Der Motorrad-GP in Brünn war wegen finanzieller Probleme jahrelang ein Wackelkandidat im Kalender. Jetzt haben sich die tschechischen Politiker mit der Dorna wieder geeinigt.

Die Freunde des GP von Tschechien können aufatmen. Bisher mussten sie jedes Jahr bangen, was die Zukunft des Motorrad-GP in Brünn betrifft. Zuletzt stellte Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta dem GP-Promoter in Mähren ein Ultimatum: Entweder zahlen die Tschechen die Gebühren für den Grand Prix 2019 pünktlich – oder der Event fliegt aus dem Kalender.

Am Freitag fand deshalb ein Meeting mit Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta und dem tschechischen Minister für regionale Entwicklung und einem Vertreter des Finanzministeriums statt. Die Dorna-Abordnung stellte klar, dass für dieses Jahr alle vertraglichen finanzielle Verpflichtungen pünktlich bezahlt werden müssen, denn man sei des bisherigen Gehabes überdrüssig.

Im Juli 2019 wurde verlangt, dass diesmal 50 Prozent der GP-Austragungsebühr von ca. 4,3 Millionen Euro vor dem Grand Prix bezahlt werden. Das ist geschehen. Und der Rest muss unmitttelbar nach dem Grand Prix 2019 überwiesen werden. Für 2020 wollte die Dorna eine Bankgarantie sehen, denn die Spanier befürchteten, dass die Tschechen den Vertrag nicht verlängern und dann die Verpflichtungen für 2020 womöglich schuldig bleiben, wie es einst beim GP in Buenos Aires passiert ist

Carmelo Ezpeleta ging davon aus, dass der Brünn-GP-Promoter «Spolek pro porádání Grand Prix», in dieser Firma sind der Landeshauptmann von Südmähren, der Bürgermeister von Brünn und die zuständigen Ministerien in Prag vertreten, den immer stark besuchten WM-Lauf im Land behalten wollen.

Am Wochenende fand übrigens der 50. Grand Prix in Brünn statt. Seit 1987 wird auf der permanenten Strecke im 5,403 km langen Automotodrom gefahren, das Karel Abraham senior gehört und der das Areal am GP-Wochenende für ca. 1,1 Millionen Euro an den GP-Promoter vermietet.

Am gestrigen Sonntag kam die gewünschte Einigung zustande: «Spolek pro porádání Grand Prix» wird die zweite Rate der 4,3 Mio-Euro-Gebühr unmittelbar nach dem gestrigen Grand Prix überweisen. Der für 2021 gültige Vertrag wird eingehalten. Und gestern wurde eine Einigung über einen neuen Drei-Jahres-Vertrag für die Jahre 2021, 2022 und 2023 erzielt!

«Viele tschechische Journalisten haben mir an diesem Wochenende prophezeit, dass wir nächstes Jahr nicht mehr hier fahren werden», sagte Cal Crutchlow. «Für mich wäre das schade gewesen, weil Brünn eine der besten Rennstrecken im Kalender ist. Aber die Tschechen meinten, das werde der letzte Grand Prix in Brünn sein. Sie vermuteten, dass Brünn wegen Finnland über die Klinge springen müsse. Ich hatte gehofft, dass ein anderer Grand Prix gestrichen wird, denn ich ich will auch in Zukunft in Brünn fahren.»

Cal Crutchlow muss sich keien Sorgen mehr machen. Denn Brünn bleibt 2020 im Kalender, und Finnland soll als 20. Grand Prix im Juli 2020 eine Ergänzung bilden. Denn in den MotoGP-Verträgen mit den MotoGP-Teams und Werken sind bis inklusive 2021 ausdrücklich bis zu 20 Grand Prix vereinbart.

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