Valentino Rossi (4.): «3 Jahre Stillstand bei Yamaha»

Von Günther Wiesinger
Valentino Rossi in Misano

Valentino Rossi in Misano

Valentino Rossi meinte nach Platz 4 am Freitag in Misano, Yamaha habe seit dem Saisonende 2016 bis zum Brünn-Test im August 2019 keine brauchbaren neuen Teile geliefert. Aber jetzt geht es aufwärts.

Seit dem Brünn-GP fährt Valentino Rossi wie verwandelt. Auch nach dem ersten MotoGP-Trainingstag in Misano hält sich der Yamaha-Star an vierter Position hinter Viñales, Quartararo und Márquez, er hat nur 0,695 sec auf die Bestzeit verloren. Vier Yamaha halten sich in den Top-5, nur Márquez stört den Frieden – als Dritter.

«Das war ein guter Start, ein guter Freitag. Denn es sieht so aus, als seien alle vier Yamaha sehr konkurrenzfähig», fasste Rossi zusammen. «Das ist eine Überraschung, aber gleichzeitig ein gutes Gefühl, denn obwohl wir vier Fahrer unterschiedliche Konfigurationen verwenden, funktioniert unser Motorrad hier in Misano ausgezeichnet. Wir haben einen guten Grip. Wir halten in der Beschleunigung mit und müssen uns auch bei der Zeitenjagd nicht verstecken. Auch die Pace ist in Ordnung. Das ist beruhigend. Wir haben aber noch viel Arbeit. Denn ich habe noch kein fantastisches Gefühl mit der Balance der Maschine. Ich suche mehr Traktion beim Beschleunigen. Klar, ich bin jetzt auf Platz 4, aber ich will weiter nach vorne, ich möchte den Rückstand auf Viñales und Quartararo verringern.»

Rossi hat schon beim Test eine neue Verkleidung für das Vorderrad probiert, eine neue Karbonschwinge, die Daumenbremse und eine neue Auspuffanlage. «So viel neues Material haben wir seit Ende 2016 nie mehr bekommen. Und wenn wir von 2016 bis Brünn-Test 2019 etwas geliefert bekamen, hat es nicht funktioniert», sagt Rossi. «In Wirklichkeit haben wir in dieser Phase drei Jahre lang nichts Brauchbares getestet… Nichts. war klar besser als das alte Zeug. Vom technischen Standpunkt aus war das eine sehr schwierige Phase. Wir sind damals gegenüber den anderen Herstellern zurückgefallen. Diese aktuellen Neuheiten sind deshalb sehr positiv zu bewerten. Sie bringen uns voran. Das ist der Beweis, dass sich bei Yamaha etwas bewegt. Seit der Sommerpause hat sich etwas geändert. Es gibt viele neue Techniker aus Japan, auch aus Europa. Wir sehen jetzt die Auswirkungen dieser Anstrengungen. Und wir sehen, dass auch Fabio und Franco mit dem normalen Material schnell sind. Unser Motorrad passt also gut auf diese Piste. Wir haben ein gutes Gefühl, das kommt auch wegen der neuen Komponenten.»

MotoGP, kombinierte Zeitenliste nach FP2, Misano:

1. Viñales, 1:32,775 min
2. Quartararo, + 0,057 sec
3. Márquez, + 0,396
4. Rossi, + 0,695
5. Morbidelli, + 0,749
6. Pol Espargaró, + 0,849
7. Pirro, + 0,929
8. Petrucci, + 0,953
9. Aleix Espargaró, + 0,987
10. Dovizioso, + 1,051
11. Rins, + 1,099
12. Crutchlow, + 1,132
13. Zarco, + 1,181
14. Nakagami, + 1,171
15. Bagnaia, + 1,228
16. Miller, + 1,334
17. Lorenzo, + 1,364
18. Rabat, + 1,431
19. Mir, + 1,121
20. Oliveira, + 1,587
21. Iannone, + 1,606
22. Abraham, + 2,068
23. Syahrin, + 2,160

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