Jack Miller mit 355,2 km/h: «Bike ist eine Rakete»
Der australische Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller brannte nach den Wintertests auf das erste Kräftemessen in Katar. Denn er ist begeistert von der neuen Werks-Ducati.
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Jack Miller beendete den Katar-MotoGP-Test vor zwei Wochen an fünfter Position. Er etablierte sich damit hinter Viñales, Quartararo und Morbidelli (alle Yamaha) sowie Rins (Suzuki) als bester Ducati-Pilot. Er hätte deshalb natürlich gerne heute auf dem Losail Circuit um WM-Punkte gekämpft, denn der 25-järhige Australier hat große Ziele gesetzt. Er will in der WM bester Ducati-Pilot werden, er möchte sich einen Platz im Ducati-Werksteam sichern und strebt den ersten MotoGP-Sieg im Trockenen an, am liebsten in Phillip Island. Im Regen hat "JackAss" 2016 in Assen bereits auf der Mac VDS-Honda gewonnen.
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Miller pilotiert 2020 eine GP20-Werksmaschine, er setzte in Katar auch den neuen "ride height adjuster" ein, der beim Beschleunigen das Heck der Desmosedici absenkt und dadurch die Wheelie-Neigung verhindert. "Es ist eine Weiterentwicklung des ‚holeshot device‘. Es gibt 19.000 Einstellungsmöglichkeiten", lachte Jack. "Aber der ‚adjuster" vermittelt uns beim Beschleunigen kleine Vorteile, das ist unbestritten." Miller schaffte beim Katar-Test einen Top-Speed-Rekord von 355,2 km/h. "Mein Bike ist ein Raketengeschoss, ein ‘ballistic missile’. Ich war jeden Tag Schnellster im Top-Speed, obwohl ich definitiv nicht der leichteste Fahrer im Feld bin. Motor und Chassis harmonieren ausgezeichnet. Das Motorrad funktioniert großartig. Ich froh, dass es auch tadellos zu den neuen Michelin-Reifen passt. Das ist eine Erleichterung und ist schön zu sehen. Für mich spielt es beim Testen keine Rolle, ob der Reifen drei oder fünf oder mehr Runden hinter sich hat, ich pushe damit so hart wie möglich."
"Ich habe mit Fahrern aus anderen Teams mit anderen Fabrikaten gesprochen, sie haben teilweise enorme Probleme mit den neuen Reifen", weiß Miller. "Bei mir existiert dieses Problem nicht."
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Miller will trotzdem nicht behaupten, die GP20 seit ein gewaltiger Fortschritt gegenüber der letztjährigen GP19, mit der er fünf Podestplätze erreicht hat. "Denn es ist heutzutage schwierig oder unmöglich, von einer Saison zur andern riesige technische Fortschritte zu erzielen. Wir sind ja bei den Bikes alle knapp am Limit… Aber die neue Ducati ist in allen Bereichen ein bisschen besser als das Vorjahres-Motorrad. Jetzt bin ich gespannt auf das erste Rennen, wo immer es ausgetragen wird."
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Wintertest-Championship 2019/2020
1. Maverick Viñales, Yamaha, 76 Punkte 2. Fabio Quartararo, Yamaha, 74 3. Alex Rins, Suzuki, 55 4. Franco Morbidelli, Yamaha, 48 5. Marc Márquez, Honda, 42 6. Cal Crutchlow, Honda, 39 7. Joan Mir, Suzuki, 38 8. Jack Miller, Ducati, 32 9. Andrea Dovizioso, Ducati, 26 10. Valentino Rossi, Yamaha, 26 11. Pol Espargaró, KTM, 24 12. Danilo Petrucci, Duzcati, 17 13. Pecco Bagnaia, Ducati, 13 14. Aleix Espargaró, Aprilia 13 15. Takaaki Nakagami, Honda, 8 16. Brad Binder, KTM, 7 17. Miguel Oliveira, KTM, 5 18. Tito Rabat, Ducati, 5 19. Andrea Iannone, Aprilia, 3 20. Johann Zarco, Ducati, 2 21. Iker Lecuona, KTM, 2 22. Alex Márquez, Honda, 0 Katar-Test, MotoGP, kombinierte Zeitenliste 3 Tage
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