Stefan Bradl: «Testfahrer machen eigenen Grand Prix»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Honda, Suzuki, Ducati, KTM und Aprilia liessen ihre MotoGP-Testfahrer zwei Tage in Misano kreisen. Nur Yamaha fehlte. Stefan Bradl bereitete sich auf den Wildcard-Einsatz beim Misano-GP vor.

Stefan Bradl hatte nach seinem Gastspiel als ServusTV-Experte beim Motorrad-GP von Deutschland keine lange Verschnaufpause. Der Honda-MotoGP-Testfahrer drehte am Mittwoch und Donnerstag zwei Tage lang seine Runden auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli, auf dem am 12. September der San-Marino-GP stattfinden wird. «Die Kollegen Dovizioso, Guintoli, Pirro, Kallio und Pedrosa waren auch da», schilderte der 31-jährige Zahlinger gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir Testfahrer veranstalten jetzt unsere eigenen Grands Prix.»

Von den sechs MotoGP-Herstellern fehlte also nur Yamaha. Der japanische Hersteller betreibt zwar sein Yamaha Motor Racing European Test Team nach 2019 mit Jonas Folger und 2020 mit Jorge Lorenzo bereits das dritte Jahr. Aber der Umfang der Aktivitäten hält sich in sparsamen Grenzen. Testfahrer Cal Crutchlow wurde seit dem IRTA-Test in Doha/Katar im März nur selten auf der M1-Yamaha gesehen. Er fuhr seither nur in Jerez (vor dem Portimão-GP) und nachher in Aragón.

Auch als Ersatzfahrer für den verletzten Franco Morbidelli bei Petronas Yamaha SRT wurde der dreifache MotoGP-Sieger aus England nicht in Betracht gezogen. Zuerst wurde der Türke Toprak Razgatlioglu angefragt. Nach der Absage des Superbike-WM-Zweiten kam der Texaer Garrett Gerloff zum Zuge.

Die Honda Racing Corporation hat für Stefan Bradl in diesem Jahr die drei Pisten in Jerez, Misano und Motegi als Teststrecken ausgewählt. Das bedeutet: Nur auf diesen drei Rennstrecken darf der Bayer jeweils vor dem MotoGP-Rennen testen. Aber der Japan-GP wurde inzwischen abgesagt...

Bradl wird seinen zweiten Wildcard-Einsatz 2021 am 12. September in Misano absolvieren. Er hat die ersten beiden WM-Rennen in Doha als Ersatz für Marc Márquez im Repsol-Honda-Werksteam absolviert und dann in Jerez einen dritten Renneinsatz als Wildcard-Fahrer bestritten.

Laut Reglement darf Stefan Bradl 2021 maximal drei Grand Prix mit einer Wildcard in Angriff nehmen. «Aber wir haben nur zwei Rennen geplant», bestätigte der Honda-Pilot, der heute um 6 Uhr früh von Bologna nach Amsterdam flog. «Im MotoGP-FP2 sitze ich am Nachmittag in Assen schon neben Christian Brugger und kommentiere für ServusTV.»

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