Aleix Espargaró: Sturz in selber Kurve wie im Rennen

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Am Montag in Barcelona sollten die Suzuki-Piloten weiter am Mapping für den neuen Motor der GSX-RR arbeiten und eine neue Verkleidung testen. Regen unterbrach die Arbeit.

Rookie Maverick Viñales fuhr am Sonntag mit Platz 6 sein und Suzukis bisher bestes Saisonresultat ein, nachdem er am Samstag in Qualifying bereits mit Position 2 brilliert hatte. In der Gesamtwertung liegt der 20-Jährige mittlerweile auf dem achten Platz. Während Viñales glänzte, war Pole-Setter Aleix Espargaró nach seinem Sturz bitter enttäuscht. Der Lokalmatador versenkte bei seinem Heimrennen fünf Runden vor Schluss den vierten Platz im Kiesbett. Es war sein dritter Nuller in Folge.

Am Start waren die Suzuki-Piloten dramatisch zurückgefallen, obwohl sie von den Plätzen 1 und 2 wegfuhren. Der Motor der GSX-RR ist noch immer schwächer als jener von Ducati, Honda oder Yamaha. Daran hätte beim Barcelona-Test weiter gearbeitet werden sollen. Da jedoch schon am Mittag heftige Regenschauer heranzogen, war die Zeit auf trockener Strecke sehr begrenzt.

«Am Sonntag war ich sehr verärgert wegen des Sturzes. Es war ein sehr schlechtes Ende eines sonst positiven Wochenendes. Daher war ich sehr froh, dass ich am Montag wieder auf die Strecke gehen konnte, um wieder auf andere Gedanken zu kommen», erklärte Espargaró.

Das Suzuki-Team arbeitete bei diesem Test an der Elektronik und passte die letzten Details für das Setting des neuen GSX-RR-Motors an. Zudem erhielten beide Fahrer eine neue Verkleidungsfront, um mehr Topspeed zu ermöglichen.

Espargaró konnte die Verkleidung nicht ausreichend testen, da er einen Sturz hinnehmen musste. «Ich ging schon eine Sekunde nach 10 Uhr auf die Strecke. Doch in meiner zehnten Runde stürzte ich leider. Es geschah in derselben Kurve wie der Crash am Sonntag im Rennen, aber diesmal war alles anders. Am Sonntag hatte ich fast gestoppt, während ich am Montag sehr schnell unterwegs war. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber wir analysieren noch die Daten. Dann kam der Regen und wir mussten aufhören. Es ist schade, weil wir noch einige Dinge versuchen wollten. Doch glücklicherweise ziehen wir nach Aragón weiter, um wieder zu testen. Ich muss bald wieder fahren, darf nicht stürzen und muss die Entwicklung vorantreiben.»

Teamkollege Maverick Viñales beendete den Test vor Espargaró auf dem zweiten Platz – nur 0,051 sec hinter Bradley Smith. «Ein kurzfrsitiges Ziel war es, eine bessere Pace mit gebrauchten Reifen zu finden. Das ist uns am Montag gelungen. Dabei half auch das kühlere Wetter, aber ich bin stolz, dass ich fast sechs Zehntel schneller war als im Rennen. Der Regen beendete unsere Arbeit, die wir nun in Alcañiz fortsetzen. Wir werden am Reifenmanagement arbeiten und ein Set-up suchen, das auch bei abbauenden Reifen konstant bleibt. Wir hatten auch neue Teile für den Test, aber ich habe mich hauptsächlich auf meinen Fahrstil konzentriert. Da wir mehr Daten brauchen, ist jede Runde eine wichtige Informationsquelle für uns», erklärte der spanische Rookie.

Endstand MotoGP-Test Barcelona:

1. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:42,108 min
2. Maverick Viñales (E), Suzuki, +0,051 sec
3. Aleix Espargaró (E), Suzuki, +0,109
4. Marc Márquez (E), Honda, +0,179
5. Yonny Hernandez (COL), Ducati, +0,314
6. Dani Pedrosa (E), Honda, +0,368
7. Jack Miller (AUS), Honda, +0,494
8. Pol Espargaró (E), Yamaha, +0,655
9. Stefan Bradl (D), Yamaha, +0,729
10. Cal Crutchlow (GB), Honda, +0,839
11. Nicky Hayden (USA), Honda, +0,931
12. Scott Redding (GB), Honda, + 1,116
13. Danilo Petrucci (I), Ducati, +1,125
14. Alvaró Bautista (E), Aprilia, +1,201
15. Mike di Meglio (F), Ducati, +2,036
16. Loris Baz (F), Yamaha, +2,231
17. Eugene Laverty (IRL), Honda, +2,499
18. Marco Melandri (I), Aprilia, + 3,089

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