Stefan Bradl (19.): «Ich suche überall nach Grip»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl

Stefan Bradl

Stefan Bradl rutschte im zweiten Aragón-MotoGP-Training auf den 19. Platz zurück. «Wir haben keine grossen Fortschritte erzielt», stellte der Aprilia-Pilot fest.

Bei seiner FP2-Bestzeit von 1:49,980 min fuhr Stefan Bradl nur um 0,180 sec schneller als im FP1, das er als Zwölfter abschloss, deshalb rutschte der Aprilia-Werkspilot am Freitagnachmittag in Aragón auf Platz 19 zurück.

«In der Früh war es nicht so schlecht, aber wir wussten, der Nachmittag ist wichtiger, denn die Temperaturen steigen, also kannst du mehr an dem Motorrad arbeiten und ausprobieren. Wir haben mehr Runden mit dem harten Hinterreifen abgespult», schilderte der Bayer. «Der weichere funktioniert besser, das haben wir im FP2 herausgefunden. Aber generell müssen wir mehr Grip am Hinterreifen finden, denn insgesamt ist die Situation ähnlich wie in der Früh, der Hinterreifen lässt also sehr rasch nach. Ich suche ausserdem überall nach mehr Grip, am Kurveneingang, in der Kurvenmitte, am Kurvenausgang. Wir haben verschiedene Änderungen am Bike probiert. Wir haben zum Beispiel mehr Gewicht aufs Hinterrad verlagert, ausserdem haben wir verschiedene Schwingenlängen probiert, um mehr Grip zu finden. Am Schluss haben wir aber keine grossen Fortschritte erzielt, wir müssen das Ganze also am Samstag im FP3 noch einmal probieren und bestätigen. Wir müssen jetzt die Daten analysieren und morgen noch weitere Änderungen probieren.»

«Ich könnte schneller fahren, aber ich werde daran gehindert, weil wir so viel Wheelspin am Hinterreifen haben», ergänzte Bradl. «Ich bin überrascht, wie niedrig der Griplevel in diesem Jahr hier ist.»

«Wir haben jetzt mehr Runden auf den harten Hinterreifen drauf gefahren, weil für unsere Herangehensweise unüblich ist. Aber es ist so, dass wir mit der neuen Schwinge in Misano gesehen haben, dass wir damit mehr Abrieb am Reifen haben. Deshalb haben wir gedacht, dass jetzt der Hinterreifen mehr beansprucht wird und wir im Rennen den härteren verwenden können. Aber jetzt müssen wir schauen... Die Gripverhältnisse sind komisch hier. Ich bin jetzt Gesamt-19. Denn im FP2 haben sich alle verbessert. Aber es ist schwierig, jetzt zum Beispiel eine Aussage über die richtige Schwingenlänge zu machen. Als wir die kurze Schwinge probiert haben, waren wir mit einem neuen weichen Hinterreifen unterwegs. Dadurch können wir keine klare Aussagen machen. Wir müssen das am Samstag noch einmal probieren, um die Eindrücke bestätigen. Am Samstag werden wir uns mehr auf den weichen Hinterreifen konzentrieren, denn der harte funktioniert anscheinend für uns gar nicht.»

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