Nobuatsu Aoki: «Suzuki-Seamless wie PlayStation»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP

Das Seamless-Getriebe wird eines der größten Upgrades der MotoGP-Suzuki für 2016 sein. Testfahrer Nobuatsu Aoki ist vom neuen Getriebe begeistert.

Die Suzuki GSX-RR für 2016 wird mit neuem Motor, Chassis und Seamless-Getriebe aufwarten. Seit Aprilia in Mugello das Seamless-Getriebe erstmals einsetzte, war Suzuki der einzige Hersteller ohne diese Technologie, die das Schalten ohne Zugunterbrechung ermöglicht.

Der ehemalige GP-Pilot Nobuatsu Aoki entwickelte das Seamless-Getriebe als Testfahrer für Suzuki, das Maverick Viñales erstmals während eines privaten Sepang-Tests im November einsetzte. Der angeschlagene Aleix Espargaró konnte nicht teilnehmen.

«Es ist ein großer Unterschied», stellte Aoki fest. «Jedes Hinaufschalten unterbricht bei einem normalen Getriebe die Kraftentfaltung. Doch das Seamless-Getriebe muss das nicht tun, also gewinnt man bei jedem Hinaufschalten zwei Meter. Zudem ist es sehr einfach zu fahren. Es ist wie eine PlayStation, wie ein Automatik-Getriebe. Es ist unglaublich.»

Neben einer kleinen Verbesserung der Beschleunigung, was Suzuki dringend brauchen kann, sorgt das Seamless-Getriebe auch für einen sanfteren Gangwechsel, was von den Piloten als größter Vorteil beschrieben wird. «Für eine schnelle Runde besteht vielleicht kein Unterschied, aber wenn der Grip des Hinterreifens nachlässt und sich das Hinterrad beim Bremsen stark bewegt, macht das Herunterschalten mit dem Seamless-Getriebe die Maschine stabiler», stimmt Aoki zu, der zwischen 1990 und 2008 in den Klassen 250 ccm, 500 ccm und MotoGP 168 Starts absolvierte. Er feierte einen 250-ccm-Sieg und vier Podestplätze in der Königsklasse.

Aoki glaubt, dass das Seamless-Getriebe die größte Innovation im Motorradrennsport seit der Traktionskontrolle ist. «Ich würde sagen, es ist ein sehr großer Schritt in der Geschichte des Motorradsports. Die Traktionskontrolle war ein großer Schritt, dies ist der nächste», erklärte er den Kollegen von «crash.net».

Ab dem 1. Februar werden Viñales und Espargaró die neue Suzuki GSX-RR in Sepang testen. «Ich bin mir sicher, dass sie das neue Bike mögen werden», lachte Aoki. 2015 erzielten Espargaró und Viñales in Barcelona die Startplätze 1 und 2. Die beste Platzierung der beiden war Rang 6, den Espargaró einmal und Viñales zweimal erreichte.

2016 werden Suzuki und Aprilia die einzigen Hersteller sein, die noch «consessions», also Zugeständnisse, erhalten. Die Einheitselektronik, die Michelin-Reifen und das Treibstoff-Limit von 22 Liter werden für alle gleich sein, doch Suzuki und Aprilia dürfen neun statt sieben Motoren pro Fahrer und Saison nutzen, mehr Testfahrten absolvieren und sind nicht vom Einfrieren der Motorenentwicklung betroffen.

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