Cal Crutchlow (15.): «Strafe war sehr hart»

Von Neil Morrison
MotoGP
Cal Crutchlow über Vaterschaft: «Ich werde weiterhin dasselbe Risiko eingehen»

Cal Crutchlow über Vaterschaft: «Ich werde weiterhin dasselbe Risiko eingehen»

Nach einem Frühstart beendete Cal Crutchlow den Grand Prix von Österreich auf einem enttäuschenden 15. Platz. «Als ich zurück auf die Strecke kam, war ich einer der schnellsten Fahrer.»

Mit Startplatz 7 hatte sich Cal Crutchlow eine gute Ausgangslage für das MotoGP-Rennen auf dem Red Bull Ring geschaffen. Doch der LCR-Honda-Pilot machte sich seine Arbeit mit einem Frühstart zunichte. Nachdem er seine Durchfahrtsstrafe absolviert hatte, kam er noch auf Platz 15 ins Ziel und verdiente sich so einen WM-Punkt.

«Ich bin sehr enttäuscht. Es tut mir leid für mein Team, denn ich machte einen Fehler», erklärte Crutchlow, der am 2. August Vater einer kleinen Tochter geworden war. «So einfach ist das, ich habe die Kupplung zu früh losgelassen. Mich zu bestrafen war aber ziemlich hart, aber es passierten wohl mehrere Frühstarts, daher mussten sie auch mich bestrafen. Aber ich hatte meine Startlinie nicht überfahren. Ich stoppte und war dann 17. und hatte zehn Plätze verloren. Doch ich tat mein Bestes. Als ich zurück auf die Strecke kam, war ich einer der schnellsten Fahrer, an der Spitze fuhren sie 1:25,1 min und ich fuhr 1:25,4 min.»

Crutchlow erreichte sein Ziel, in Österreich an seine starke Leistung von Sachsenring anzuknüpfen, im Rennen nicht. «Vor der Sommerpause lief es sehr gut für mich und mein Team. Nun hatten wir ein schlechtes Resultat, aber wir kämpfen ja nicht um den Titel. Ich weiß nicht genau, was möglich gewesen wäre, vielleicht hätten wir es auf einen Platz zwischen Marc und Dani geschafft. Ich habe im Rennen dann an ein paar Knöpfen gespielt und Informationen gesammelt. Da hinten zu fahren, ist aber ein Albtraum. Die Jungs lynchen sich gegenseitig, man sollte die Onboard-Kameras der Spitzenfahrer nach hinten richten. Petrucci ist großartig und sehr unterhaltsam, aber sie sind verrückt, auch Hernandez. Es machte Spaß, aber ich war froh, als ich vorbei war. Danach war ich Zwölfter, machte aber einen Fehler, weil ich auf meinen Display schaute. Dann kam ich nochmal von der Strecke ab und verlor wieder zwei Positionen. Immerhin haben wir einen Punkt geholt, mehr als in fünf Rennen in diesem Jahr. Nun müssen wir mit einer positiven Einstellung nach Brünn reisen.»

In Brünn kann der Brite bereits auf erfolgreiche Rennen zurückblicken. 2012 hatte er dort auf der Tech3-Yamaha seinen ersten Podestplatz in der Königsklasse eingefahren. «Ja, es ist eine gute Strecke für mich. Ich hatte dort meinen ersten Podestplatz in der MotoGP-Klasse erreicht. Mit der Honda wird es schwieriger», ist Crutchlow bewusst.

«Brünn ist eine meiner Lieblingsstrecken, aber uns fehlt es an Power. Es wird sehr schwierig für uns. Für Dani wird es nicht so problematisch, weil er klein und leicht ist. Honda arbeitet, aber daran können wir jetzt nichts ändern. Das einzige Mal, dass ich auf eine Maschine stieg und den Speed richtig fühlte, war bei Ducati. Sie war schon damals eine Rakete, aber keine fahrbare Rakete. Ich muss Ducati gratulieren, sie verdienen den Sieg. Sie haben hart gearbeitet, es war unvermeidlich, dass sie an diesem Wochenende gewinnen würden. Wir verloren eine halbe Sekunde auf den Geraden auf sie. Ich gratuliere den beiden Andreas, denn ich weiß, wie schwierig diese Bikes zu fahren sind. Als ich in diesem Team war, arbeiteten die Jungs immer bis 2 oder 3 Uhr morgens – ohne einen Sturz zuvor. Sie haben es wirklich verdient.»

Wird dich die Tatsache, dass du Vater bist auch als Rennfahrer verändern? «Natürlich verändert sich mein Leben dadurch sehr, doch ich will noch genauso gewinnen wie zuvor – vielleicht sogar noch mehr. Ich werde weiterhin dasselbe Risiko eingehen. Wie ihr seht, habe ich nicht an Speed verloren. Es ist aber verrückt, seit ich hierher geflogen bin, ist sie schon wieder gewachsen. Das ist ein großartiges Gefühl. Manche sagen, dass dich ein Baby langsamer macht, bla bla bla. Ich sehe das so, dass ich nun noch für eine Person mehr verantwortlich bin und einen Mund mehr zu stopfen habe. Ich pushe hart, damit ich weiter gute Verträge bekomme und sie irgendwann einmal ein gutes Erbe erhält», erklärte der Brite.

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