MX-Gespann-DM: Viele Ausfälle und die ersten Trennung

Von Sebastian Aull
Motocross-Gespann-DM
Beim Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Motocross Gespann-Meisterschaft in Hänchen sorgten Santermans/ Mucenieks und Clohse/Verhagen für einen belgischen Doppelsieg.

Nachdem in der Niederländischen Meisterschaft bereits drei Runden gefahren wurden, ging es am Ostermontag in Hänchen auch für die deutschen Sidecar-Teams endlich los. Runde 1 der insgesamt 8 Veranstaltungen zur Internationalen Meisterschaft und des DMSB-Pokals lockte 33 Teams zum Kampf um die ersten Meisterschaftspunkte.

Mit den ersten Sonnenstrahlen ging es für die Teams nach dem morgendlichen freien Training in die Qualifikation. Hier ließen die beiden Österreicher Benny Weiss/Patrick Schneider (A/A) mit der Bestzeit aufhorchen, und sicherten sich vor Cermak/Cermak (CZ/CZ) die Pole-Position. In Abwesenheit der Titelverteidiger Joris Hendrickx/Kaspars Liepins (B/LV), sowie den Vizemeistern Andy Bürgler/Martin Betschart (CH/CH), welche in ihrer Schweizer Heimat beim Ostermotocross in Frauenfeld hinter D.Willemsen/Beunk (NL/NL) und vor Bax/Bax Tageszweite wurden, und den Karriere-Enden von Martin Walter (D) und Thomas Morch, scheint die Zeit für neuen Namen an der Spitze der DM reif zu sein.

Mit Kristof Santermans/Elvijs Mucenieks (B/LV) und Andreas Clohse/Christian Verhagen (B/NL) gab es zwar wieder mal einen Doppelsieg für unsere belgischen Nachbarn, jedoch schafften die Reimann-Brüder Joachim und Philipp nach dem Aufstieg vom Pokal in die DM, gleich in ihrem ersten Rennen als Tagesdritte ein Podiumsplatz. Ebenso stark als Gesamtvierte Marcel Faustmann mit neuem Beifahrer Anders Haller und Weiss/Schneider. Den Tagessieg im DMSB-Pokal holten sich mit deutlichem Vorsprung Max Kuhr/Christian Ebert, die sich unter den Fittichen von Martin Walter im dritten Jahr befinden.

Licht und Schatten gab es dagegen für die teils mit neuem Beifahrer, teils in bekannter Kombination ausgestatteten deutschen Teams. Nach Platz vier im ersten Lauf, folgte für Tobias Garhammer/Bruno Kälin (D/CH), die leider Opfer der mehr als fragwürdigen ab dieser Saison eingeführten Ü-50-Regel der FIM wurden und daher nur in der DM starten werden, im zweiten Rennen allerdings eine Nullrunde in Form eines Ausfalls. Auch Axel Richter/Patrick Leskow, die nach den gemeinsamen Anfängen im Seitenwagensport vor einigen Jahren nun wieder zusammengefunden haben, lief es eher suboptimal. Mit den Rängen 12 und 14 kann das Team mit Sicherheit nicht zufrieden sein.

Gleiches dürfte für Rückkehrer Silvio Senz gelten, der erst vor wenigen Tagen mit Stefan Nicke einen neuen Beifahrer in sein Boot holte. Allerdings stoppte die beiden ein Motorschaden im ersten Lauf, mit Rang sechs im zweiten Umlauf war man dann doch recht zufrieden.

Dass der tiefe Sandboden auf der doch recht kurvenreichen Strecke in Hänchen für viele Teams mehr ein Kampf gegen sich selbst, als gegen die Konkurrenz sein würde, konnte man schon in den Jahren zuvor ein ums andere Mal sehen.

Gleich fünf Teams traten aus unterschiedlichen Gründen zum zweiten Wertungslauf erst gar nicht mehr an, weitere fünf beendeten das Rennen vorzeitig. Dass es aber am Ende des Tages der Auftaktveranstaltung gleich zwei Team-Trennungen aufgrund von unterschiedlicher Auffassung der sportlichen Ausrichtung zu vermelden gibt, war so nicht wirklich zu erwarten. Für Markus Prokesch und Adrian Peter, beginnt nun die Suche nach neuem Beiwagen-Personal. Hier wäre Robert Godau, letztes Jahr noch bei Tommy Morch an Bord, eventuell ein möglicher, weil aktuell verfügbarer, Name.

Ohne Pause geht es in der deutschen Meisterschaft bereits am kommenden Sonntag (3. April) mit dem 2. DM-Lauf in Dolle weiter. Ebenfalls noch im April folgen, nach dem WM-Auftakt im niederländischen Oss (09./10.04.), mit Schnaitheim (17.04.) und Wächtersbach-Aufenau (24.04.) und dem traditionellen 1.Mai-Motocross in Kamp-Lintfort, die DM-Läufe 3 bis 5 statt.

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