Davies über Nicky Hayden: «Eine Legende verloren»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
2016 in San Francisco: Chaz Davies, Nicky Hayden und Tom Sykes (v.l.)

2016 in San Francisco: Chaz Davies, Nicky Hayden und Tom Sykes (v.l.)

Die Superbike-WM gastiert kommendes Wochenende in Donington Park, nach dem Tod von Nicky Hayden sind alle Fahrer sehr bedrückt. Der Sport rückt vorrübergehend in den Hintergrund.

Nach seinem Doppelsieg in Imola fährt der WM-Zweite Chaz Davies in Hochform, «die bei den Tests in Aragón gemachten Änderungen werden uns überall helfen», ist der Waliser überzeugt.

Doch Donington Park ist Tom-Sykes-Land: Die letzten acht Rennen dort, während der letzten vier Jahre, gewann allesamt der Engländer auf seiner Kawasaki ZX-10R.

«Ich will meinen Lauf von Imola in Donington fortsetzen», sagt Ducati-Werksfahrer Davies. «Die letzten Jahre kamen wir Kawasaki dort Schritt für Schritt näher. Aber klar ist: Sykes bleibt der Gradmesser. Letztes Jahr verpasste ich eine Stunde Training und fuhr trotzdem aufs Podium – ich bin bereit für die Herausforderung.»

Auch Davies ist der Verlust von Nicky Hayden nahe gegangen: Der Amerikaner hatte am Mittwoch vor einer Woche einen schweren Rennradunfall, seither wurde er künstlich am Leben gehalten. Am gestrigen Montag entschied seine Familie, Nicky gehen zu lassen.

«Wegen des Verlusts von Nicky bin ich völlig am Boden», bemerkte Davies. «Er war nicht nur ein respektierter und etablierter Motorradrennfahrer und Weltmeister. Nickys Charakter war selbstredend. Er war ein großartiger Typ, freundlich und entschlossen – er verdiente jeglichen Respekt. Wir haben eine Legende verloren, auf und abseits der Strecke».

Ducati-Teamkollege Marco Melandri stimmt ihm zu: «Nach dem Mugello-Test gehen wir zuversichtlich nach Donington, doch die Traurigkeit über Nickys Verlust wird alles überdecken. Es ist schwierig einen Sinn in dem zu sehen, was passiert ist. Wir werden ihn alle schmerzlich vermissen»

Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) kommt mit 235 Punkten zu den Rennen nach England, ihm folgen Davies (161), Sykes (160) und Melandri (124).

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