Gedenkgottesdienst von Nicky Hayden live auf Facebook

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Nicky Hayden liebte den Rennsport

Nicky Hayden liebte den Rennsport

Am Montag um 18 Uhr MESZ wird Nicky Hayden in der St. Stephen Cathedral Church in Owensboro bestattet. Im Nachruf würdigt seine Familie die Kindheit, Karriere und Persönlichkeit des populären Champions.

Nicholas «Nicky» Hayden verschied am Montag, 22. Mai 2017, im Alter von 35 Jahren, nach einem Rennradunfall in Italien am 17. Mai.

Geboren in eine große katholische Familie in Owensboro, Kentucky, war Nicky das mittlere Kind von Earl und Rose Hayden, er hat zwei Brüder und zwei Schwestern. Die gesamte Familie liebt den Motorsport. Kaum konnte Nicky laufen, erklärte er, dass es sein Traum sei, Motorrad-Weltmeister zu werden.

Obwohl auf einer Farm Tiere – Pferde, Hängebauchschweine und sogar Lamas –, zum täglichen Leben gehörten, waren sie für Nicky nur Beiwerk. Er war ein Athlet, die sportliche Betätigung in Kindertagen, er spielte ach gerne Football, waren für ihn mehr als nur Zeitvertreib.

Racing – für die ganze Familie, aber vor allen für Nicky – bedeutete alles. Abgesehen vom jährlichen Springbreak-Besuch in Panama City, Florida, führten Familienausflüge auf Rennstrecken. Zuerst in den Mittleren Westen, dann in den Osten der USA und später ins ganze Land.

Dabei stand nie in Frage, wo zuhause ist. Selbst als er anfing um den Globus zu reisen und in exotische Ländern zu fahren, Nicky kehrte stets gern in sein geliebtes Owensboro zurück. Nach OWB, wie es in Kurzform heißt.

Seine Bildung erhielt Nicky in den örtlichen katholischen Schulen – der Precious Blood Elementary School, der Owensboro Catholic Middle School und Owensboro Catholic High School.

Nickys erster Jobs bestanden darin, auf der nahegelegenen Farm seines Onkels auszuhelfen. Dort begann er seine beharrliche Arbeitsethik zu entwickeln, für die er während seiner gesamten Karriere bekannt war.

Sein ganzes Leben pflegte er seine Freundschaften aus Kindertagen, vielen jungen Rennfahrern aus der Gegend half er dabei, ihre Träume voran zu treiben.

Nicky wurde von einem hervorragenden Amateur-Dirt-Track-Fahrer und Straßenrennfahrer zu einem Profi in der AMA Grand National Championship und AMA Superbike Serie. 1999 wurde er mit American Honda AMA Supersport- und 2002 Superbike-Champion.

Anschließend wechselte der spätere Weltmeister zu Repsol Honda in die MotoGP-Weltmeisterschaft. 2006 verwirklichte er mit ihnen seinen Traum und wurde Weltmeister.

Nicky fuhr auch für Ducati Corse und Aspar Racing MotoGP, für 2016 wechselte er zum Team Ten Honda Kate in die Superbike-WM.

Sein Charisma bescherte ihm Legionen von Fans weltweit, seine Hingabe und Professionalität brachten ihm Respekt und Hochachtung bei seinen Teams, Teamkollegen und Gegnern ein.

Jene, die ihn am besten kannten, loben Nicky für seine Großzügigkeit, Freundlichkeit und seinen spitzbübischen Humor.

Sein berühmtes Grinsen lag ihm stets auf den Lippen, er kam mit jedem gleich gut zurecht, selbst mit Fremden. Nicky ging gerne auf Partys, er liebte es zu tanzen, lustige Kostüme zu tragen und Streiche zu spielen – oft mit einem Mikrofon in der Hand.

Die Familie war Nickys Anker. Viele Amerikaner, die international Rennen fahren, lassen sich in Übersee nieder. Nicky bevorzugte es immer, zwischen den Events nach Hause zurückzukehren. Als er schon lange Profirennfahrer war, lebte er immer noch in der Wohnung über der Garage seiner Eltern. Und selbst, als er sein eigenes Haus in der Nähe bezog, erschien er regelmäßig um 18 Uhr zum Abendessen bei seiner Mutter.

Vor einigen Jahren kaufte und renovierte er ein altes Gebäude an einem der Seen von Owensboro. Was wir als die Victory Lane Lodge bezeichnen, wurde zum bevorzugten Ort für Familientreffen jeglicher Art. Vom sonntäglichen Treffen bis zu Hochzeiten.

Nicky liebte Kinder und war ein Modellonkel. Seine Freunde und seine Familie sind sich einig, dass er nie glücklicher war als mit seiner Freundin Jackie – letztes Jahr verlobten sie sich.

Nicky hinterlässt seine Eltern Earl und Rose, seine Geschwister Tommy, Jennifer, Roger und Kathleen, seine Verlobte Jacqueline Marin; seine Nichten Olivia, Klaudia, Vera, Kyla Jo und Kate; den Neffen Colt und zahlreiche Tanten, Onkel und Cousins.

Der Gedenkgottesdienst findet am heutigen Montag um 18 Uhr MESZ in der St. Stephen Cathedral Church in Owensboro statt und wird live auf Nickys Facebook-Seite übertragen. Spenden kommen dem Nicky Hayden Memorial Fund zugute, der sich um Kinder in der Gegend kümmert, die Nicky so liebte.

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