Ducati in neuer Lackierung: Was es damit auf sich hat

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
2019 steigt Ducati in der Superbike-WM auf eine V4-Maschine um, nach 31 Jahren ist Schluss mit Twins. In Laguna Seca wurde die 1299 Panigale R Final Edition vorgestellt – Chaz Davies feierte sie mit einem Sieg.

Es ist beschlossen: Der Lebenszyklus der Panigale neigt sich dem Ende zu, ab 2019 setzt Ducati in der Superbike-WM einen V4-Motor ein und ist dann wie alle anderen Hersteller nur noch mit 1000 ccm unterwegs.

Freitagabend präsentierte Ducati in Pebble Beach nahe Monterey die 1299 Panigale R Final Edition, extra dafür reiste Ducati-Geschäftsführer Claudio Domenicali aus Italien an.

Seit dem ersten Superbike-Lauf am Samstagnachmittag sehen wir die Ducati der Werksfahrer Chaz Davies und Marco Melandri in der gleichen Lackierung wie die Final Edition, den italienischen Nationalfarben Grün, Weiß und Rot.

Zur Freude aller Ducatisti gewann Davies das erste Rennen vor Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki), den Pokal durfte er von Domenicali entgegennehmen, der CEO ließ sich auf dem Podest mitfeiern.

Nummeriert, nicht limitiert

Mit der 1299 Panigale R Final Edition erweist Ducati dem legendären 90-Grad-L-Twin-Motor, der in der Superbike-WM Geschichte schrieb, die Ehre. Diese Geschichte begann am 3. April 1988 mit Marco Lucchinellis erstem Triumph auf der Ducati 851 in der ersten Saison der Weltmeisterschaft für seriennahe Motorräder, und geht bis zu den Siegen von Davies und Melandri auf der Panigale R in diesem Jahr.

Der in Borgo Panigale gebaute Zweizylinder hat sich in der Superbike-WM einen Namen gemacht. Desmoquattro, Testastretta, Superquadro: Über drei Generationen hat Ducati den desmodromisch gesteuerten Vierventil-Twin beständig weiterentwickelt und damit unvergessliche Motorräder ausgerüstet – Bikes, die 331 Siege in der Superbike-WM erringen konnten.

Die Twins 851, 888, 916, 996, 998, 999, 1098, 1198 und 1199 Panigale R waren auf der Rennstrecke ebenso erfolgreich, wie außerhalb davon beliebt.

Mit der 1299 Panigale R Final Edition legt Ducati nun eine Hommage an die Superbike-Tradition auf, die den stärksten L-Twin aller Zeiten mit einem aus dem Rennsport abgeleiteten Fahrwerk kombiniert. In einer fortlaufend nummerierten, aber nicht limitierten Serie, ist die 1299 Panigale R Final Edition als Euro4 homologiertes Supersportmotorrad mit einem Mix aus maximaler Motorleistung und maßgeschneidertem Racing-Fahrwerk versehen.

Als Ableger des 1299 Superleggera-Motors liefert der Final-Edition-Superquadro den Punch von 209 PS bei 11.000/min und ein maximales Drehmoment von 142 Nm bei 9.000/min. Fahrwerksseitig übernimmt das Sondermodell die Konfiguration der Panigale R mit mechanisch einstellbaren Öhlins-Federelementen und einem Lenkkopfwinkel von 24°.

Die Highlights der umfangreichen elektronischen Ausstattung mit hochwertigen Assistenzsystemen sind ein Bosch-Gyrosensor, Kurven-ABS, Wheelie-, Traktions- und Motorbremse-Kontrolle. In den drei anwählbaren Fahrmodi Race, Sport und Nass sind alle diese Systeme in vorkonfigurierten Einstellungen hinterlegt, lassen sich aber darüber hinaus individuell anpassen.

Neben der exzellenten technischen Ausstattung macht die exklusive Farbgebung in Rot, Weiß und Grün samt roter Räder die 1299 Panigale R Final Edition zu einem Sammlerstück. Ende Juli kommt sie zum Preis von 39.900 Euro in den Handel.

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