Toprak Razgatlioglu: Schneller als Werkspilot Sykes!

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Toprak Razgatlioglu fuhr in Portimao starke Rundenzeiten

Toprak Razgatlioglu fuhr in Portimao starke Rundenzeiten

Nach seinem beeindruckenden Auftritt in Portimão im September 2017 auf dem Kawasaki-Superbike legte Toprak Ratgatlioglu noch einmal nach. Der Puccetti-Pilot fuhr auf Rennreifen schneller als Werkspilot Tom Sykes!

Bereits beim Superbike-Test in Portimão im September 2017 sorgte Toprak Razgatlioglu mit beachtlichen Rundenzeiten für Furore. Auch der dreifache Weltmeister Jonathan Rea war seinerzeit beeindruckt und half dem jungen Türken bei den ersten Runs, um auf dem anspruchsvollen Kurs die optimale Linie zu finden.

Und wie vor vier Monaten stand der Kawasaki-Werkspilot dem erst 21-Jährigen auch am Sonntag und Montag beim letzten Vorbereitungstest für die Saison 2018 auf europäischen Boden mit Rat und Tat zur Seite. Im Windschatten des Briten fuhr Razgatlioglu in 1:42,105 min am zweiten Testtag in Portimão die fünftbeste Zeit nur 80/1000 sec langsamer als Yamaha-Werkspilot Michael van der Mark und sogar schneller als Tom Sykes mit der zweiten Werks-Kawasaki. «Jonathan hat mir bei diesem Test sehr geholfen, danke nochmal», sagte der Puccetti-Pilot im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ich habe nur einen SC0 Rennreifen verwendet, also keinen Qualifikationsreifen benutzt.»

Die starke Rundenzeit von Razgatlioglu zeigt auch das Potenzial seines Materials, welches das Puccetti-Team dank der guten Kontakte zum japanischen Werk zur Verfügung hat – in der Supersport-WM organisiert Puccetti den Werksauftritt von Kawasaki. «Ich habe ein gutes Team und ein gutes Bike. Meine ZX-10RR ist den Werksmotorrädern ähnlich», erklärte der 21-Jährige. «Schwinge und Gabel sind identisch, auch die Elektronik. Der Motor ist möglicherweise etwas anders, aber die meisten Dinge sind gleich. Die Anpassung der Elektronik ist schwierig. Ich kannte bisher nur das Superstock-Bike und verstehe die Superbike-Elektronik noch nicht perfekt.»

Einen Dämpfer erhielt Ratgatlioglu erst kurz vor Testende durch einen Sturz. Das Motorrad war danach zu stark beschädigt, um den Test fortzusetzen. «Der Wind war sehr stark und er drückte mir auf der Bremse das Vorderrad weg. Ich kämpfte noch mit dem Bike, konnte den Crash aber nicht mehr verhindern. Normalerweise wäre es ein harmloser Vorderradrutscher, aber das Motorrad überschlug sich und war hinüber – aber mir geht es gut!»

Zeiten Portimão-Test, 29. Januar:

Pos Name (Motorrad) Serie Zeit/Diff
1 J. Rea (Kawasaki) SBK 1:41,485 min
2 L. Camier (Honda) SBK + 0,138 sec
3 A. Lowes (Yamaha) SBK + 0,148
4 M. van der Mark (Yamaha) SBK + 0,543
5 T. Razgatlioglu (Kawasaki) SBK + 0,620
6 T. Sykes (Kawasaki) SBK + 0,827
7 E. Laverty (Aprilia) SBK + 1,015
8 C. Davies (Ducati) SBK + 1,057
9 M. Melandri (Ducati) SBK + 1,117
10 J. Torres (MV Agusta) SBK + 1,197
11 X. Fores (Ducati) SBK + 1,261
12 L. Baz (BMW) SBK + 1,305
13 M. Rinaldi (Ducati) SBK + 1,528
14 L. Savadori (Aprilia) SBK + 1,749
15 P. Jacobsen (Honda) SBK + 3,293
16 J. Gagne (Honda) SBK + 3,359
17 O. Plassen (Ducati) STK1000 + 3,879
18 A. Delbianco (BMW) STK1000 + 4,100
19 A. Badovini (MV Agusta) SSP + 4,154
20 K. Sofuoglu (Kawasaki) SSP + 4,276
21 N. Tuuli (Honda) SSP + 4,897
22 M. Di Meglio (Yamaha) SSP + 4,993
23 R. De Rosa (MV Agusta) SSP + 5,000
24 H. Okubo (Kawasaki) SSP + 5,217
25 A. Irwin (Honda) SSP + 5,854

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