Exklusiv: Rossi Racing bereitet Motor für Honda vor

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
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Seit Monaten ist klar, dass Honda noch in dieser Superbike-WM-Saison mit einem zweiten Tuner neben dem Gespann Ten Kate und Cosworth arbeiten wird. Es handelt sich um eine renommierte italienische Motorenschmiede.

Seit 15 Jahren ist die Firma Ten Kate Racing Partner von Honda Motor Europe in der Superbike-WM. Seit 2014 arbeitet der niederländische Tuningbetrieb mit der britischen Engineering-Firma Cosworth zusammen. Zuerst wurde gemeinsam eine elektronische Motorsteuerung für die Fireblade entwickelt, heute geht es in dieser Partnerschaft um die Motorenverbesserung, Cosworth fertig außerdem Spezialteile für Honda, wie etwa Nockenwellen.

Im April 2018 stellte Honda von der Cosworth-Elektronik auf jene von Marktführer Magneti Marelli um. Inzwischen funktioniert die Motorsteuerung tadellos, jetzt arbeitet Honda Motor Europe (HME) mit Hochdruck daran, mehr Motorleistung zu finden.

Bereits letzten Herbst wurde bei HME angedacht, den Horizont bei der Motorenentwicklung zu erweitern und nach 15 Jahren mit Ten Kate mit einer zusätzlichen Firma zu arbeiten. Jetzt ist aus Italien durchgesickert, dass es sich bei dem neuen Partner um die Firma Rossi Racing aus Lozzo Atestino bei Padua handelt.

Rossi Racing kümmert sich für Honda bereits um die Prüfstandsarbeiten für die Abstimmung der Magneti-Marelli-Elektronik, die Firma ist mit dem Wunsch an Honda Motor Europe herangetreten, sich an einem Fireblade-Motor zu versuchen.

Honda nimmt diese Chance gerne an, so haben sie einen guten Vergleich, auf welchem technischen Level die Motoren von Ten Kate und Cosworth sind

Ten Kate verfolgt ein detailliert festgelegtes Entwicklungsprogramm, die nächste Motorausbaustufe ist kurz vor der Fertigstellung. Dem Vernehmen nach soll diese was Leistung, Drehmoment, Charakter und Standfestigkeit betrifft, die bislang beste sein seit der Einführung des neuen Fireblade-Motors im Oktober 2016.

Niemand geht deshalb davon aus, dass Rossi Racing aus dem Stand heraus einen bessern Motor hinstellen kann. Die Firma verfügt zwar über sehr viel Erfahrung mit der Vorbereitung von Kawasaki-Motoren, aber niemand sonst hat aus den letzten 15 Jahren so viele Kenntnisse von den Superbike-Motoren von Honda wie Ten Kate.

Trotzdem wird Rossi Racing einiges zugetraut, es wird nicht bei einem Versuch bleiben.

Gianluca Rossi verfügt über viel Expertise im Rennsport. Der Italiener begann 1989 in der Formel 1 und kümmerte sich um die Revision der Lamborghini-Motoren.

1996 betätigte sich Rossi mit seinem Betrieb erstmals im Zweirad-Sport, damals für Aprilia in der Superbike- und anschließend der MotoGP-WM.

Später arbeitete er am Petronas-Superbike-Projekt, für die MotoGP-Werksteams von Yamaha und Kawasaki sowie zahlreiche weitere Kunden wie BMW, Husqvarna und KTM.

Zu einem Renneinsatz in der Superbike-WM kommt der Honda-Motor von Rossi Racing nur dann, wenn Prüfstandstests nahelegen, dass deren Triebwerk Vorteile hat gegenüber den Aggregaten von Ten Kate/Cosworth.

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