Teamchef Shaun Muir: «Von BMW am weitesten entfernt»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Shaun Muir kennt BMW gut aus der Saison 2016

Shaun Muir kennt BMW gut aus der Saison 2016

«Bis Ende dieser Woche will ich meine Hauptsponsoren gesichert haben, dann kümmere ich mich um den Hersteller», sagt Shaun Muir, dessen Team SMR dieses Jahr unter dem Namen Milwaukee Aprilia in der Superbike-WM antritt.

Portimao hätte das beste Wochenende des Jahres für Milwaukee Aprilia werden können. Eugene Laverty sorgte für die erste Pole-Position für das Team, Lorenzo Savadori stellte die RSV4 auf den vierten Startplatz.

Von Hauptsponsor Milwaukee war der Europachef vor Ort, nach der Superpole herrschte Partystimmung.

Dann fehlte es dem Team wie schon öfters an Glück. Laverty wurde in der ersten Runde von Javier Fores abgeschossen, der sich kapital verbremste. Savadori lag elf Runden auf Platz 3 und schmiss seinen möglichen ersten Podestplatz in der Weltmeisterschaft zum wiederholten Mal in den Kies.

Im zweiten Rennen kamen Savadori und Laverty nur auf den Plätzen 6 und 7 ins Ziel, nachdem sie aufgrund des Reglements auf die Startplätze 10 und 11 zurückversetzt worden waren.

Teamchef Shaun Muir gewährte SPEEDWEEK.com in erfrischender Offenheit Einblick in seine Pläne für nächstes Jahr.

«Es gibt viele Spekulationen, was wir machen», schmunzelte der Engländer. «Ich stehe kurz davor, die Verträge mit zwei unserer Hauptsponsoren zu unterzeichnen. Einer davon ist neu, den anderen haben wir bereits.»

Es liegt die Vermutung nahe, dass entweder Werkzeughersteller Milwaukee als Titelsponsor weitermacht, oder es der Schmiermittelhersteller Gulf wird. Die neue Firma könnte der Versicherungskonzern Zurich sein. In jedem Fall zielt der Teameigentümer auf einen Drei-Jahres-Vertrag.

«Bis kommenden Freitag will ich alles unter Dach und Fach haben», hielt Muir fest. «Dann entscheide ich mich für einen Hersteller. Es gibt die Möglichkeit, dass wir den Vertrag mit Aprilia um ein Jahr verlängern und ich rede mit zwei anderen Herstellern.»

Diese sind Ducati und BMW.

«Meine Verhandlungen mit Aprilia und Ducati sind weiter fortgeschritten als mit BMW», bemerkte der Engländer. «Ich habe Ducati ein Angebot unterbreitet und sie ziehen dieses in Betracht. Bei Ducati wären wir ein Kundenteam, Nachteile kann ich aber ausschließen, weil sie bereits ein sehr gutes Team mit hochklassigen Fahrern haben und es ein starkes Entwicklungsprogramm gibt, von dem wir profitieren würden. Aprilia habe ich versichert, dass sie bis kommenden Freitag eine Antwort von mir erhalten. Aprilia hat mir genau gesagt, wie die Entwicklung für nächstes Jahr aussehen würde, damit könnten wir einen Schritt nach vorne machen. Mit BMW hatte ich zuletzt wenig Kommunikation, man sagte mir, dass sie etwas mehr Zeit brauchen. BMW hat mir mitgeteilt, was das Team leisten müsste und was sie leisten können. Das ist definitiv mehr als ihr jetziges Kundensport-Programm, welches wir von 2016 gut kennen.»

«Früher war ich versessen darauf, eine spezielle Werksmaschine zu haben», gibt Muir zu. «Heute will ich einfach das bestmögliche Motorrad. Kurzfristig sieht es mit Aprilia positiv aus, mittelfristig könnten wir mit Ducati sehr stark sein und langfristig könnte auch BMW eine gute Option sein. Das alles wird sich diese Woche entscheiden. Ich werde mir mein Budget anschauen und dann entscheiden.»

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