Lebensmittelvergiftung: Scott Redding ist geschwächt

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Scott Redding

Scott Redding

Drei Testtage in Valencia hat der neue Ducati-Werksfahrer Scott Redding bereits hinter sich, am Mittwoch misst er sich im MotorLand Aragon erstmals mit der Konkurrenz in der Superbike-WM.

Als Moto2-Vizeweltmeister, ehemaliger MotoGP-Pilot und Britischer Superbike-Meister kommt Scott Redding mit einigen Vorschusslorbeeren in die SBK-Weltmeisterschaft. Im Ducati-Werksteam hat er den Platz von Überflieger Alvaro Bautista übernommen, der für 2020 zu Honda abgewandert ist.

In der vorletzten Oktober-Woche testete Redding bereits ausgiebig in Valencia, diese Woche Mittwoch und Donnerstag trifft er in Aragonien erstmals auf seine neuen Gegner.

«Der Test in Valencia war gut», erzählte der Engländer SPEEDWEEK.com am Dienstagabend im Ducati-Auflieger im Fahrerlager des MotorLand Aragon. «Ich kam direkt von der Afterrace-Party der Britischen Meisterschaft, Montagmorgen 6.30 Uhr musste ich los und fuhr von Mittwoch bis Freitag. Das war nett, weil außer mir nur Pirro auf der Strecke war und ich mir Zeit nehmen konnte, um die Reifen, das Motorrad und die Elektronik zu verstehen. Ich musste mich auch erst wieder daran gewöhnen, auf einer GP-Strecke zu fahren.»

In BSB fuhr Redding zwar auch mit Pirelli-Reifen, diese hatten aber andere Dimensionen, Karkassen und Gummimischungen. Obwohl die Rundenzeiten nicht im Vordergrund standen, kam der 26-Jährige auf eine Bestzeit von 1:32,3 min, mit der MotoGP-Maschine fuhr er auf dem Valencia Circuit zuletzt 1:31,4 min.

«Es fehlten uns Vergleiche, aber die Rundenzeiten waren recht schnell und konstant», hielt Redding fest. «Und ich fühlte mich auf dem Motorrad wohl. Das Wetter war gut, es war nur etwas windig. Ich nützte die Tage maximal aus, um an meinem Fahrstil zu arbeiten. Ich konnte einige Sachen mit dem Motorrad probieren. Das Motorrad ist nicht so arg anders wie meine BSB-Maschine, trotzdem musste ich mich erst daran gewöhnen. In BSB sind die Geschwindigkeiten nicht so hoch und die Strecken sind welliger. Da springt das Motorrad viel mehr herum und macht verrückte Sachen. Weil du in BSB langsamer bist, hast du weniger Anpressdruck am Vorderrad. Beim Bremsen geht das Hinterrad leichter in die Luft, das Motorrad ist viel nervöser. Und du brauchst dort ein sehr agiles Motorrad. Auf einer großen Strecke wie Valencia brauchst du ein stabileres Motorrad. Es tat auch nichts Verrücktes, deshalb konnten wir gleich an der Abstimmung arbeiten. Ich fühlte mich schon beim zweiten Rausfahren wohl, alles fühlt sich richtig an.»

Redding begann in Valencia mit der Elektronik-Standardeinstellung von Aruba Ducati, den Rest des Motorrads stimmte er zu Beginn so ab, wie er es aus BSB gewöhnt ist. «Das Wichtigste für mich war», meinte der vierfache GP-Sieger, «dass ich bei hohen Geschwindigkeiten ein Gefühl für das Vorderrad bekam. Wenn du ein Motorrad entwickelst, dann musst das das so tun, dass es im Schnitt gut funktioniert. Wenn du aber eine Weltmeisterschaft gewinnen willst, dann ist es von Vorteil, wenn du ähnliche Fahrer hast. Sonst musst du verschiedene Abstimmungen verwenden.»

Die Ducati Panigale V4R funktionierte in der ersten Saisonhälfte 2019 nur beim kleinen und leichten Bautista perfekt, 2020 hat der Hersteller aus Bologna mit den Werksfahrern Chaz Davies, Redding sowie Leon Camier aus dem Barni-Team drei große Piloten unter Vertrag. Kommt Leandro Mercado bei Motocorsa noch hinzu, sind es vier Hochgewachsene.

Perfekt auf der Höhe ist Redding derzeit nicht: «Die ganze letzte Nacht litt ich an einer Lebensmittelvergiftung, vermutlich haben sie den Salat nicht richtig gewaschen. Mir ging es echt übel, langsam geht es aber aufwärts.»

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