Yamaha: Comeback in der Superbike-WM ist möglich

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Ben Spies (19) eroberte Yamahas einzigen SBK-Titel

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Am 1. August 2011 verkündete Yamaha den werksseitigen Ausstieg aus der Superbike-WM. Für 2014, spätestens 2015, wird an einer Rückkehr gearbeitet.

Als Yamaha 2011 den Ausstieg aus der Superbike-WM zum Ende der Saison hin bekanntgab, war diese ein Schock für die gesamte Szene. 2009 holte der Texaner Ben Spies für Yamaha den ersten Superbike-WM-Titel, in den beiden folgenden Jahren eroberten Cal Crutchlow, Eugene Laverty, James Toseland und Marco Melandri Podestplätze und Siege.

Doch Yamaha hat kein Geld. «Es wird noch einige Jahre dauern, bis sich Sponsoren wieder so engagieren, wie sie es früher getan haben», sagte Yamaha-Manager Laurens Klein-Koerkamp damals zu SPEEDWEEK.com. «In Zeiten wie diesen ist es sehr schwierig, genügend Budget aufzutreiben, um an der Spitze mitkämpfen zu können. Das wiederum ist aber die Grundvoraussetzung, um Sponsoren zu finden.»

Geändert hat sich seit Ende 2011 nichts, die Situation verschlimmerte sich eher, wie die jüngsten Äußerungen von Cal Crutchlow zeigen, der trotz Versprechungen von Yamaha mangels Ressourcen nicht das gleiche Material wie Jorge Lorenzo und Valentino Rossi erhält.

Yamaha suchte im September 2011 nach einem Investor, der zirka 5 Millionen Euro auf den Tisch legt, damit das Werksteam weiterbestehen kann. Dieser wurde nicht gefunden, seither sehen wir keine Yamaha in der Superbike-WM.

Yakhnich: Mit Yamaha in die Superbike-WM?

Seit diesem Jahr genießt in der Supersport-WM das Yakhnich-Team Unterstützung von Yamaha Europe. Der Plan der Russen ist, 2014 Superbike-WM zu fahren – auf Yamaha! «Alles hängt davon ab, wie das nächstjährige Reglement aussieht», unterstreicht Teammanager Claudio Corsetti. «Kommt es Yamaha entgegen, ist ein Comeback möglich.»

Problematisch: Die Superstock-Version der Yamaha R1 ist nicht konkurrenzfähig, in der Superbike-WM kam bis vor zwei Jahren viel MotoGP-Know-how zum Einsatz. Die Regeln sollen zukünftig aber seriennaher werden, was zum Nachteil von Yamaha wäre.

«Ende 2014 kommt eine neue R1», weiß Corsetti. «Wenn die Regeln stimmen und sich Yamaha für die Superbike-WM 2015 begeistern kann, würden wir auch noch ein Jahr länger Supersport fahren. Sam Lowes könnten wir eventuell überreden, noch ein Jahr auf der 600er dranzuhängen ...»

Der Engländer hat in seinem Vertrag mit Yakhnich eine Option für den Start in der Superbike-WM 2014.

Yakhnich will sich das Vertrauen von Yamaha verdienen. Die Motorräder werden komplett in Eigenregie vorbereitet, von Yamaha Europe gibt es lediglich Unterstützung in Form von Ersatzteilen und Wissenstransfer. 2012 eroberte Yakhnich in Moskau den ersten Podestplatz, dieses Jahr gehört das Team mit Fahrer Sam Lowes zu den Topfavoriten auf den WM-Titel. Es wäre der dritte nach Cal Crutchlow (2009) und Chaz Davies (2011). Die beiden Briten genossen jedoch echte Werksunterstützung.

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