Suzuki: So stehen Eugene Lavertys MotoGP-Chancen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Superbike-Vizeweltmeister Eugene Laverty unternimmt alles, um 2015 für Suzuki MotoGP fahren zu dürfen. Ob er eine Chance bekommt, wird auch von seinen Testergebnissen abhängen.

Eugene Laverty soll Ende Mai in Japan und Anfang Juni in Australien für Suzukis MotoGP-Team testen. Dann muss der Nordire als Erstes zeigen, dass er mehr drauf hat als Testfahrer Randy de Puniet. Dass er als Superbike-Pilot für 2015 nicht erste Wahl ist, weiß er. Aber Laverty hat mit seinem Sieg bei der Superbike-WM in Australien Ende Februar für den ersten Suzuki-Triumph seit 2010 gesorgt. Das wurde bei Suzuki Japan wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Seit Monaten hat Suzuki-Teamchef Davide Brivio seine Fühler in alle Richtungen ausgestreckt. «Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dass wir jetzt mit einem Topfahrer verhandeln können, dann machen wir das», sagte der Italiener zu SPEEDWEEK.com. «Vom Suzuki-Vorstand gibt es keinen Zeitrahmen, ab wann wir Fahrer unter Vertrag nehmen dürfen. Unser Ziel ist, den besten verfügbaren Fahrer zu verpflichten. Wir sehen dann, ob wir die Nummer 1, 2, 3 oder wen auch immer bekommen.»

Ausreichend Budget vorhanden

Brivio ist bewusst, dass er bei Márquez, Pedrosa, Lorenzo, Rossi, Dovizioso und Crutchlow nur geringe bis keine Chancen hat. Deshalb schaut er sich in «allen Fahrerlagern» um, wie er sagt. Auch bei den Superbikes. «Eugene Laverty ist ein sehr guter Fahrer. Momentan ist er sicher einer der besten Superbike-Piloten. Wenn einer der Superbike-Piloten den Sprung in MotoGP macht, dann ist er wahrscheinlich einer, der es verdient hat. Wir haben ein offenes Auge auf alle.»

Den Ergebnissen bei Testfahrten nach zu Urteilen, wird Suzuki 2015 nicht für Spitzenplätze in Frage kommen, entsprechend wenig attraktiv sind die Plätze für Siegfahrer. Brivio will das nicht so stehen lassen: «Suzuki hat in der MotoGP-Klasse viel Erfahrung. Das Wissen in der Firma ist vorhanden, um ein gutes Motorrad zu bauen.»

Der letzte Titelgewinn liegt aber 14 Jahre zurück: Kenny Roberts junior gewann 2000 vor Valentino Rossi und Max Biaggi, damals noch auf einem 500-ccm-Zweitakter. In der Viertakt-Ära danach war Suzuki bis auf einzelne Renn-Highlights erfolglos.

Am Geld soll der Erfolg laut Brivio nicht scheitern: «Es gibt ein gutes Budget, um das Motorrad 2013 und 2014 zu entwickeln. In MotoGP wird sehr viel von den Herstellern finanziert. Wenn ein Hersteller den Einstieg beschließt, dann ist auch das Budget dafür vorhanden. Wir reden mit Sponsoren, wollen gleichzeitig aber optisch unsere Suzuki-Identität erhalten. Dafür müssen wir den besten Kompromiss finden.»

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