Von Fabrizio, Spies und MotoGP

Kolumne von Mike Powers
Ben Spies

Ben Spies

Das missglückte Ausbremsmanöver von Michel Fabrizio in Brünn kann die WSB-Meisterschaft entscheiden.

Es ist schwer nachvollziehbar was Michel Fabrizio dachte, als er Ben Spies (als Spätbremser bekannt) in der vierten Runde in Brünn auszubremsen versuchte. Ich glaube in dem Moment, als beim Italiener das Gehirn ausklinkte, schaute wirklich jeder ungläubig auf das, was sie da gerade sahen. Und noch während die Beiden durchs Kiesbett rutschten, wurden die ersten Unkenrufe laut, Fabrizio habe auf Befehl des Xerox-Ducati-Teams gehandelt, als er Spies von der Strecke räumte. Aber obwohl mich das überstürzte Manöver gleich zu Beginn des Rennens geschockt hat, bin ich mir sicher, dass es ein echter Fehler war.

Als ich mit Fabrizio kürzlich sprach wurde mir klar, dass ihm nichts ferner liegt als Noriyuki Haga beim Titelgewinn zu helfen. Bei all seinen Fehlern ist Fabrizio keine Marionette der Ducati-Truppe. Vielmehr ist er ein heissblütiger Latino, der mit Überzeugung den Primadonna-Status seines Erzrivalen und Landsmann Max Biaggi angreift. Er fährt, um zu gewinnen. Vor Brünn fehlten ihm 51 Punkte auf Spitzenreiter Haga – niemand holte mehr Punkte seit dem Monza-Wochenende!

Der Unfall zwischen Fabrizio und Spies kann noch weiter reichende Folgen als die Titelentscheidung haben: Noch ist unklar, wie Spies’ Zukunftspläne aussehen. Doch sollte er beim Saisonabschluss Ende Oktober zum Superbike-Champion gekrönt werden, wird er sehr wahrscheinlich in die MotoGP aufsteigen.

Sollte er den Titel nicht gewinnen, steigen die Chancen, dass er im nächsten Jahr eine weitere Titeljagd in der WSB startet. Dies beeinflusst im Gegenzug die Teamstruktur von Yamaha, die Zukunft seines Teamkollegen Tom Sykes und sehr wahrscheinlich auch die Chancen von James Toseland auf ein weiteres MotoGP-Jahr.
 
Motorsport ist ein lustiges, altes Spiel...

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