Speedway-GP

Teterow: Was die Deutschen im Speedway-GP erreichten

Von - 04.09.2017 13:00

Bislang fanden erst sieben Speedway-Grands-Prix auf deutschem Boden statt. Martin Smolinski und Gerd Riss sind die Einzigen, die in der Weltspitze mithalten konnten.

Wenn am 9. September 2017 in der Bergringarena in Teterow zum achten Mal ein Speedway-Grand-Prix in Deutschland stattfindet, haben die deutschen Fans gleich zwei Fahrer, die fix im Feld sind: Nachrücker Martin Smolinski und Wildcard Kai Huckenbeck. So etwas gab es zum letzten Mal 2001 beim Grand Prix in Berlin, als Mirko Wolter und Robert Barth für Deutschland dabei waren.

Mit Gerd Riss, Robert Barth, Mirko Wolter, Christian Hefenbrock und Martin Smolinski haben erst fünf Deutsche an einem Speedway-GP teilgenommen, Reservisten nicht mitgerechnet. Smolinski hat sich 2014 als Einziger jemals für die Grand-Prix-Serie qualifiziert. Er gewann damals den WM-Auftakt in Neuseeland und schloss die Weltmeisterschaft als Zwölfter ab.

Seit dem Weltmeister-Titel von Egon Müller 1983 in Norden sahen wir zwar noch drei Top-10-Ergebnisse (Karl Maier und Gerd Riss) in den Ein-Tages-Finales. Im seit 1995 durchgeführten Speedway-Grand-Prix konnten aber nur zwei Fahrer überzeugen: der achtfache Langbahn-Weltmeister Gerd Riss und Martin Smolinski. Riss wurde 1995 im Abensberg-GP Vierter, nachdem ihm Billy Hamill in der vorletzten Runde innen durchfuhr und den Podestplatz abrang. Ein Jahr später in Pocking wurde der Schwabe guter Siebter.

Smolinski gewann den Grand Prix in Auckland und sorgte damit für den größten Triumph im deutschen Speedway-Sport seit dem WM-Gewinn von Egon Müller. Der Bayer fuhr 2014 zudem mehrfach ins Halbfinale der Top-8.

Das gelang Smoli auch 2016, als er in Teterow mit Wildcard Sechster wurde und als Dritter im Halbfinale ausschied.

Kommenden Samstagabend erleben wir das GP-Debüt von Kai Huckenbeck, der in der Form seines Lebens fährt. «Einfach wird es nicht, die Leistung von Smolinski zu wiederholen», ist dem Werlter bewusst.

Die bisherigen sieben Deutschland-GP:

1995 Abensberg: 1. Tommy Knudsen (DK). 2. Hans Nielsen (DK). 3. Billy Hamill (USA). 4. Gerd Riss (D).

1996 Pocking: 1. Hans Nielsen (DK). 2. Peter Karlsson (S). 3. Henrik Gustafsson (S). 7. Gerd Riss (D).

1997 Landshut: 1. Hans Nielsen (D). 2. Brian Andersen (DK). 3. Greg Hancock (USA). 11. Robert Barth (D).

1998 Pocking: 1. Tony Rickardsson (S). 2. Jimmy Nilsen (S). 3. Billy Hamill (USA). 21. Gerd Riss (D). 22. Robert Barth (D).

2001 Berlin: 1. Tomasz Gollob (PL). 2. Henrik Gustafsson (S). 3. Nicki Pedersen (DK). 14. Robert Barth (D). 22. Mirko Wolter (D).

2007 Gelsenkirchen: 1. Andreas Jonsson (S). 2. Greg Hancock (USA). 3. Jason Crump (AUS). 14. Christian Hefenbrock (D).

2016 Teterow: 1. Jason Doyle (AUS). 2. Bartosz Zmarzlik (PL). 3. Greg Hancock (USA). 6. Martin Smolinski (D).

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Kai Huckenbeck (vorne) fährt in der Form seines Lebens © Pabijan Kai Huckenbeck (vorne) fährt in der Form seines Lebens Martin Smolinski ist als Nachrücker in Teterow dabei © Pabijan Martin Smolinski ist als Nachrücker in Teterow dabei

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