Adi Schlaak (Teterow-GP): «Seit Jahren Unterstellung»

Von Ivo Schützbach
Speedway-GP
Adi Schlaak: Orga-Chef des Teterow-GP

Adi Schlaak: Orga-Chef des Teterow-GP

Bis einschließlich 2019 gastiert der Speedway-Grand-Prix in Deutschland in Teterow. «Über die Jahre habe ich ein dickes Fell bekommen», unterstreicht Organisationschef Adi Schlaak.

«Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sind unsere Erwartungen voll aufgegangen», sagt Adi Schlaak, Organisationschef des Deutschland-GP in der Teterower Bergring-Arena, zur Premiere 2016. «In einem jährlich von der Weltföderation durchgeführten Veranstaltungsranking ist Teterow auf Anhieb auf Platz 3 der elf GP-Stationen gewertet worden. Außerdem haben wir den Zuschlag als Ausrichter des Deutschland-Grand-Prix für die nächsten drei Jahre bekommen.»

Teterow ist bis inklusive 2019 GP-Ausrichter, dieses Jahr am 9. September – am kommenden Samstagabend.

Über den gesamten sportlichen Ablauf der Veranstaltung waren die Fans letztes Jahr voll des Lobes. Es gab aber auch einige organisatorische Schwachstellen im Umfeld des Events. «Wir nehmen die berechtigte Kritik, zum Beispiel an der Arbeit der Einlasskontrollen, des Shuttleverkehrs und der Cateringfirma, sehr ernst», versichert Schlaak. «Es wird spürbare Verbesserungen auch durch die deutliche Verbreiterung der Zugangsbereiche und die Bereitstellung einer wesentlich größeren Anzahl von Bussen nach Rennschluss geben.»

Neben sachdienlicher Kritik muss sich Schlaak auch immer wieder mit Vorwürfen auseinandersetzen, die auf ihn als Person abzielen. Etwa, er möchte den Speedway-GP in Teterow nur haben, um sich die Taschen voll zu machen.

«Was die Leute reden oder nicht, ist mir eigentlich scheißegal – das kannst du so schreiben», sagte der umtriebige Orga-Chef im Interview mit SPEEDWEEK.com. «Über die Jahre hat mir das ein dickes Fell gebracht. Es ist leider so, dass so etwas immer von Leuten kommt, die selbst nichts zustande gebracht, die nichts fertiggebracht haben. Das sind die, die mit dem Finger auf einen zeigen. Das ist ein Grund bei dem ich sage, da kann man müde bei werden. Aber jetzt kommt’s. Den MC Bergring mache ich ehrenamtlich, ohne eine Aufwandsentschädigung. Ich habe noch nie eine Aufwandsentschädigung bekommen, nicht einmal – trotzdem stopfe ich mir die Taschen voll. Das ist die Rede der Leute der Nation – eklig. Das geht aber überall so. Diese Unterstellung läuft seit Jahren, von Anfang an. Das hatten meine Vorgänger, ich hatte zwei Jahre Ruhe, danach hatte ich es auch. Das Traurige ist, dass das in Deutschland schnell geht.»

Schlaak weiter: «Ich sage mit aller Eindeutigkeit: Ich habe persönlich nichts davon, den Grand Prix weiter in Teterow anzusiedeln – außer aus Überzeugung und sportlicher Begeisterung. Ich bin angestellt bei den Stadtwerken Teterow, da bin ich Gehaltsempfänger. Als Gehaltsempfänger habe ich nichts davon, die Vertragsgrundlagen, alles läuft über die Leitungsebene der Stadtwerke. Ich weiß nicht, was sich die Leute alle einbilden. Wenn ich so ein Bandit sein sollte, dann frage ich mich, was in den ganzen Jahren geschaffen und gebaut wurde. Wir unterliegen mit dem Verein der Steuerbarkeit, der Finanztätigkeit, der Abrechenbarkeit, der Revision und und und. Da hängen so viele Kontrollorgane hintendran. Gerade die Spinner sollten mal rangehen ans Ruder, um zu sehen, wie man ehrenamtlich einen Verein führt. Ich kann es nicht mehr hören. Ich bin ja im Januar 2017 zur Kandidatur als Clubchef des MC Bergring Teterow nicht mehr angetreten und habe den Club schuldenfrei und liquide übergeben.»

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