Tai Woffinden: Weshalb er für den GP so wertvoll ist

Von Ivo Schützbach
Speedway-GP

20 Jahre lang haben die meisten Medien in Großbritannien einen Bogen um den Speedway-Sport gemacht. Seit Tai Woffinden die Nummer 1 der Welt ist, hat sich das geändert.

Im Fernsehen ist Speedway seit der Einführung des Grand-Prix-Systems 1995 in Großbritannien gut vertreten, auch für die Elite League konnten gute Verträge abgeschlossen werden. Davon abgesehen berichteten aber weder die großen britischen Online-Portale noch Tages- oder Wochenzeitungen großartig über Speedway.

Das war so, bis Tai Woffinden ​2013 erster britischer Weltmeister seit Mark Loram 2000 wurde. Wie lange kein Speedway-Fahrer vor ihm, steht der 24-Jährige in der Öffentlichkeit.

«Tai ist wundervoll für den Sport», lobte Paul Bellamy, Managing Director von WM-Promoter BSI, gegenüber SPEEDWEEK.com. «Er ist jung, intelligent, sieht anders aus und hat etwas zu sagen. Durch seinen Style, mit den vielen Tattoos, spricht er ganz andere Fangruppen an. Besonders die jüngeren Fans lieben ihn.»

Woffinden hat es sogar geschafft, dass Motorcycle News (MCN), die größte und mit Abstand wichtigste britische Motorrad-Zeitschrift, wieder über Speedway berichtet. Dem Weltmeister ist es im Winter nach seinem WM-Titel gelungen, für die Wahl zum Fahrer des Jahres so viele Fans zu mobilisieren, dass die MotoGP-Stars Marc Márquez, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi oder Superbike-Weltmeister Tom Sykes keine Chance hatten.

«Tai bekam mehr Stimmen, als die anderen Fahrer zusammen», verriet ein Kollege von MCN. «Wie können wir das ignorieren? Zum ersten Mal seit 20 Jahren berichten wir wieder regelmäßig über Speedway. Woffinden war Weltmeister, jetzt führt er die WM an. Einige unserer Leser lieben Speedway, andere nicht. Aber so ist das mit allem.»

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