Christian Stange: Technik vermasselt WM-Debüt

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Bei seinem ersten Rennen in der Supersport-WM kam der Deutsche Christian Stange nicht ins Ziel. Der Kawasaki-Pilot betonte aber: «Ich habe in der IDM gezeigt, dass es auch in der WM weit nach vorne gehen könnte.»

Christian Stange gab an diesem Wochenende in Misano sein WM-Debüt für das Team Go Eleven Kawasaki. Der Sachse fuhr nach einem Sturz in der Superpole 1 vom 34. und letzten Startplatz los. Im Rennen der Supersport-WM machte dem 20-Jährigen dann die Technik einen Strich durch die Rechnung.

«Ich bin leider ausgefallen. Wir wissen noch nicht ganz genau, wo das Problem lag. An einem Punkt hat das Motorrad Leistung verloren. Ich stellte die Kupplung nach, dann ging es. Danach erlebte ich ein paar Probleme mit dem Schalten. Darum bin ich an die Box gefahren. Ich wollte das Motorrad oder mich nicht kaputtmachen. Das war die beste Entscheidung», versichert Stange.

Doch Stange hatte auch Positives zu berichten: «Ich denke, es wäre ein gutes Rennen geworden, denn ich konnte zu den Fahrern vor mir aufholen. Mein Start war scheiße, aber ich habe dann gleich ein paar Plätze gutmachen können. Vor mir war Stefan Hill. An ihn bin ich immer näher herangekommen. Erst habe ich nicht so gut funktioniert, jetzt hat die Technik gestreikt.»

Wie viele Punkte würdest du dir für dein WM-Debüt auf einer Skala von 1 bis 10 geben? «Minus drei», lachte Stange. «Es war natürlich ein schwieriger Start. Aber umso besser, ich kann nichts mehr verlieren. Ich habe mein Bestes getan, das Team arbeitet sehr gut. Meine Zufriedenheit liegt bei zwölf, was das Team betrifft. Wenn ich mir das ganze Wochenende anschaue, mein Rennen, dann minus drei. Anfangs war es meine Schuld, das hat uns viel Zeit gekostet, die wir gebraucht hätten. Das war meine Schuld.»

Kommt es dir unmöglich vor, das Niveau der Fahrer an der Spitze zu erreichen? «Ich sehe das gar nicht so krass. Natürlich Respekt an alle Fahrer, das Level ist sehr hoch. Hier habe ich mich mit der für mich neuen Strecke schwergetan, deshalb lag ich weit hinten. Normalerweise sind es etwa zwei Sekunden und nicht vier. Dann wären wir schon auf einem ganz anderen Platz gelandet. Wenn alle um dich herum pushen, ist es relativ schwierig, alles in Ruhe anzugehen. Wenn ich in diesem Bereich noch an mir arbeite, dann können wir auf alle Fälle weiter nach vorne kommen. Ich habe bereits in der IDM gezeigt, dass es auch in der WM relativ weit nach vorne gehen könnte.»

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