Supersport-WM

Jules Danilo (Honda): «Mit SSP so schnell wie Moto2»

Von Kay Hettich - 28.04.2019 10:24

In der Moto3 und Moto2 konnte sich Jules Danilo nicht durchsetzen und wechselte nach sechs Jahren im GP-Paddock in die Supersport-WM 2019. Mit der PTR Honda wachsen aber auch hier die Bäume nicht in den Himmel.

Die einzige Moto2-Saison von Jules Cluzel war ein Desaster – in keinem der 18 Rennen erreichte der Franzose 2018 die Punkteränge, Platz 18 beim Saisonfinale in Valencia sein Highlight. Es war keine Wunder, dass sich der 23-Jährige nach einem neuen Betätigungsfeld umschauen musste und am Ende bei PTR Honda für die Supersport-WM 2019 unterschrieb.

Obwohl die CBR600 RR nicht mehr das beste Motorrad ist, präsentiert sich Danilo durchaus verbessert und erreichte auf Phillip Island (9.) und in Assen (10.) solide Ergebnisse. Den Wechsel in die seriennahe Weltmeisterschaft nicht bereut.

«Ich bin sehr glücklich. Das letzte Jahr war ziemlich kompliziert und ich musste mich neu orientieren», sagte Danilo bei Paddock-GP. «Viele sagten wegen des Wechsels zu mir, ich solle nicht träumen – nur weil ich aus der Moto2 komme, muss ich in der SSP-WM nicht gleich vorne mitfahren. Ich bin nicht vorne, aber immerhin bereits in den Top-10.»

«Auf der Strecke gibt es wenige Unterschiede zur Moto2. Die Top-Piloten sind auch hier sehr schnell; das Niveau ist aber etwas weniger homogen. Die ersten zwölf sind sehr schnell, dann gibt es mehr Lücke», fiel Danilo auf. «Ich bin in Assen mit dem Supersport-Bike genauso schnell gefahren wie in der Moto2. Es liegt an mir, weiter nach vorne zu kommen.» 

Wie für alle GP-Umsteiger musste sich auch Franzose an die Pirelli-Reifen gewöhnen. «Ich mag den Pirelli und war angenehm überrascht, weil ihn einige Leute kritisieren», sagte der Honda-Pilot. «Ich mag den Vorderreifen, der viel Gefühl auf der Bremse vermittelt. Gerade in Assen spürte ich den Unterschied zum Dunlop. Das Fahrrad lässt sich leichter in Schräglage bringen und vorne hat man ein gutes Gefühl. Beim Hinterreifen gibt es einen deutlichen Grip-Verlust anch etwa sechs oder sieben Runden. Beim Dunlop hat man in den ersten zwei oder drei Runden wenig Grip, danach blieb er ziemlich konstant.»

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