MV Agusta: Rolfo beendet 37 Jahre Durststrecke

Kolumne von Ivo Schützbach
Roberto Rolfo

Roberto Rolfo

Anfang des Jahres stieg MV Agusta mit dem ParkinGO-Team in die Supersport-WM ein. Im fünften Rennen gelang Roberto Rolfo der erste Podestplatz!

MV Agusta. Ein Name, so klingend wie die besten Kompositionen von Giuseppe Verdi. Ein Synonym für Erfolg im Rennsport, untrennbar verbunden mit dem großartigen Giacomo Agostini, der im Grand-Prix-Sport unfassbare 13 WM-Titel für die italienische Marke eroberte.

Seit dem letzten WM-Titel von Phil Read 1974 in der 500er-Klasse ist es ruhiger geworden um MV Agusta. 1976 gelang der letzte Podesplatz, seither herrschte Grabesruhe.

Von 2005 bis 2009 wurden im Superstock-1000-Cup 4 Siege, 13 Podestplätze, 7 Pole-Positions und sechs schnellste Rennrunden eingefahren. In der Superbike-WM blieb MV Agusta 2004 und 2005 punktelos. Der Österreicher Christian Zaiser holte 2007 für MV mit Platz 15 in Misano den bis heute einzigen Punkt in der Superbike-WM.

MV Agusta ist zurück auf der Weltbühne

Doch nun spielt MV Agusta wieder im Konzert der Großen, auf einer Weltbühne. Donington Park, 26. Mai 2013: Roberto Rolfo holt mit Rang 3 im Supersport-Rennen hinter Sam Lowes (Yakhnich Yamaha) und Kenan Sofuoglu (Mahi Kawasaki) den ersten Podestplatz für MV Agusta seit 37 Jahren in einer Weltmeisterschaft! Ausgerechnet bei diesem Rennen ist ParkinGO-Chef Giuliano Rovelli nicht dabei, hat geschäftlich in Italien zu tun. Dieser passionierte Racer, der die Rückkehr von MV Agusta in eine Weltmeisterschaft erst möglich machte.

«Die Emotionen dieses Podestplatzes sind unbeschreiblich», stammelte Roberto Rolfo nach seiner Meisterleistung. «Das gibt uns Motivation für die Zukunft. Die MV Agusta ist so ein gutes Motorrad, ich fühle mich seit Saisonbeginn wohl auf ihr.»

Zwischen 1948 und 1976 gewann MV Agusta über 3000 Rennen und insgesamt 63 WM-Titel. Wir erlauben uns die Frage an Roby Rolfo, wann der nächste Sieg folgt? «Das wird nicht einfach gegen Fahrer wie Sam Lowes und Kenan Sofuoglu», gibt der immer freundliche Italiener lachend zu. «Einige Strecken liegen uns, auf anderen ist es schwieriger. Wir verbessern das Bike laufend, irgendwann werden wir in der Lage sein zu gewinnen.»

Wir hoffen, MV Agusta lässt uns nicht erneut 37 Jahre warten.

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