WM-Vermarkter Dorna kann Kevin Wahr nicht helfen

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
In der Superbike- und Supersport-WM sehen wir derzeit nur ein deutsches Team und mit Kevin Wahr lediglich einen deutschen Fahrer. Dorna-Manager Gregorio Lavilla betreibt Ursachenforschung.

Das deutsche Superbike-Team MR Racing Ducati (Fahrer Max Neukirchner) verabschiedete sich Ende 2013 nach nur einer Saison aus der Weltmeisterschaft, über eine Million Euro wurde verbrannt. Die engagierte sächsisch-schwäbische Truppe fand weder Investoren noch Sponsoren für die Fortsetzung des Projekts, in Deutschland ist derzeit kein Geld für die Superbike-WM aufzutreiben.

Das merkt auch Kevin Wahr, dessen Supersport-WM-Karriere an einigen fehlenden zehntausend Euro zu scheitern droht. Promoter Dorna greift den Teams unter die Arme wo es geht. Doch die Meisterschaft wirft nicht genügend ab, jahrelange Misswirtschaft der Dorna-Vorgänger hat den Marktwert in den Keller getrieben.

SPEEDWEEK.com sprach mit Dorna-Manager Gregorio Lavilla, was er für den einzigen deutschen WM-Fahrer tun kann.

Gregorio, wenn Kevin Wahr nicht in den nächsten Tagen das restliche Geld für die Saison auftreibt, war’s das. Die Dorna kann nicht helfen?

Ich würde es gerne sehen, dass Kevin lange in unserer Meisterschaft bleibt und seine Fähigkeiten unter Beweis stellt. Er schlägt sich in seinem ersten Jahr sehr gut. Wir haben ihm so gut geholfen wie wir konnten. So, wie wir es mit allen Teams machen.

Wir arbeiten daran, in Deutschland einen guten Veranstalter zu finden, um die Superbike-WM zurückzubringen. Das wäre die größte Hilfestellung, die wir deutschen Fahrern und Teams leisten könnten.

Wie wichtig sind deutsche Fahrer und Teams für die Meisterschaft?

Sie sind wichtig für uns. Es ist eine Schande, dass wir nicht mehr von ihnen haben. Das ändert sich in der Zukunft hoffentlich.

Hast du eine Idee, weshalb keine deutschen Teams Interesse an der Superbike- und Supersport-WM haben?

Ich schätze, dass der technische und finanzielle Unterschied zwischen der WM und ihrer nationalen Meisterschaft zu groß ist. Wenn es uns gelingt, wieder ein Rennen in Deutschland zu haben, dann wird das den deutschen Teams helfen, neue Sponsoren zu gewinnen.

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