Ryan Dungey (KTM) dominiert in St. Louis

Von Thoralf Abgarjan
Ryan Dungey gewinnt in St. Louis vor Eli Tomac und Jason Anderson

Ryan Dungey gewinnt in St. Louis vor Eli Tomac und Jason Anderson

In der Supercross-WM nimmt KTM-Werksfahrer Ryan Dungey Kurs auf die Meisterschaft. Verfolger Eli Tomac (Honda) muss sich nach schlechtem Start erst nach vorn arbeiten und Jason Anderson erringt ein weiteres Podium.

Ryan Dungey feierte im Edward Jones Dome von St. Louis den 6. Sieg der Saison und den 20. Sieg seiner beeindruckenden Supercross-Karriere!

Zu keinem Zeitpunkt des Abends in Missouri ließ der KTM-Werksfahrer einen Zweifel aufkommen, dass er der Pilot ist, der den Titel der Supercross-WM fest im Blick hat.

Sein einziger verbliebener Verfolger in der Supercross-WM, Eli Tomac (Honda), hatte keinen guten Start und musste sich im Verlaufe des Finalrennens erst durch das Feld arbeiten. Er pflügte zwar die schnellsten Rundenzeiten in den Boden von Missouri, doch diese reichten nach 20 Runden nicht aus, den führenden Dungey zu erreichen.

Dungey, «The Diesel», fuhr an der Spitze souverän und kontrolliert sein Rennen nach Hause. In der Startphase erlebte der KTM-Werksfahrer eine Schrecksekunde, als er beinahe die Maschine des neben ihm gestürzten Andrew Short touchierte. Es folgte ein kurzer Zweikampf mit Weston Peick (Yamaha). Danach aber lieferte er eine kontrollierte Fahrt an der Spitze des Feldes ab.

Alle Einzelheiten des Finales von St. Louis erfahren Sie im nachfolgenden Renn-Stenogramm:

Renn-Stenogramm des Finalrennens von St. Louis:

Start:
Andrew Short gewinnt den Start vor Ryan Dungey. Short fliegt in der ersten Rhythmussektion heftig über den Lenker ab. Dungey kann der umherfliegenden Maschine von Short gerade noch ausweichen. Glücklicherweise bleibt Short unverletzt, aber er muss das Rennen beenden. Eli Tomac ist nach dem Start nur auf Rang 7.

2. Runde:
Dungey muss sich nun gegen Weston Peick durchsetzen.

3. Runde:
Dungey führt vor Peick, Anderson, Grant, Tomac, Tickle, Seely, Brayton, Millsaps und Baggett.

4. Runde:
Dungey baut seinen Vorsprung auf 3 Sekunden vor Peick und Anderson aus.

6. Runde:
Eli Tomac muss sich nach schwachem Start nach vorn arbeiten und liegt auf Platz 5. Er kann sich zunächst nicht gegen Anderson behaupten.

7. Runde:
Dungey führt vor Peick, Anderson, Tomac, Seely, Grant, Tickle, Millsaps, Reed und Baggett.

10. Runde:
Anderson geht mit einem Blockpass in einer Rechtskehre an Peick vorbei auf Rang 2! Der führende Dungey hat bereits mit den Überrundungen begonnen.

11. Runde:
Tomac ist am Hinterrad von Peick und geht mit einem Blockpass an Peick vorbei auf Rang 3.

Noch 8 Runden:
Tomac kommt näher an Anderson heran.

Noch 6 Runden:
Tomac geht mit viel Schwung in der 'Splitlane' an Anderson vorbei auf Rang 2!

Noch 5 Runden:
Tomac ist der schnellste Mann im Feld, aber er kann die Spitzenposition nicht mehr erreichen, denn Dungey führt mit 8 Sekunden Vorsprung. Dungey führt vor Tomac, Anderson, Seely, Peick, Grant, Millsaps, Tickle, Reed und Baggett.

Noch 2 Runden:
Tomac kann den Vorsprung von Dungey auf 6 Sekunden verkürzen.

Letzte Runde:
Ryan Dungey gewinnt das Finale von St. Louis vor Eli Tomac und Jason Anderson.

Für Dungey war der Triumph der 6. Saisonsieg. Er ist mit 80 Punkten Vorsprung, bei noch 4 verbleibenden Rennen (bei denen maximal 100 Punkte vergeben werden können) perfekt auf Meisterschaftskurs.

Bereits beim nächsten Rennen in Houston könnte Dungey die Meisterschaft vorzeitig zu seinen Gunsten entscheiden.

Dungey erklärte nach dem Finale in St. Louis: «Es sind bei jedem Rennen 20 lange und schwierige Runden. Ich wollte unbedingt einen guten Start erreichen. Der sechste Sieg ist das Ergebnis einer harten Arbeit. Ich möchte meinem Trainer Aldon Baker danken und meinem gesamten Umfeld, ?das mich Tag für Tag unterstützt. Marvin und ich konnten wieder beide Siege holen. Wir pushen uns auch in der Woche gegenseitig und das zahlt sich auf der Strecke aus.»

Eli Tomac konnte mit seinem zweiten Rang in der Tabelle an Trey Canard vorbeigehen, der sich letzte Woche in Detroit den Arm gebrochen hatte. Er liegt nun in der WM-Tabelle auf Platz 2. Tomac gab zu Protokoll: «Ich hatte einen guten Kampf mit Anderson im Finale. Es war viel Arbeit, nach vorn zu kommen, aber für den Sieg hat es heute leider nicht gereicht.»

Jason Anderson kam nach seinem fulminanten Start in die Saison, als er in Anaheim-1 erstmals auf das Podium fuhr, erneut in die Top-3 und erklärte nach dem Rennen: «Heute hatte ich wieder ein gutes Tempo und der Start war der Schlüssel, um wieder auf das Podium steigen zu können. Ich freue mich besonders nach meinem Crash in Detroit, dass ich wieder auf dem Podium stehe. Auch für das Husqvarna-Team ist es ein schöner Erfolg.»

Nun gehen die Piloten in eine zweiwöchige Osterpause. Das nächste Rennen findet am 11. April in Houston (Texas) statt. ?Für dieses Rennen ist die lang erwartete Rückkehr von Ken Roczen (Suzuki) geplant, sofern der Heilungsprozess seines verletzten linken Fußes zufriedenstellend verläuft.

Ergebnis des 13. Laufs zur Supercross-WM in St. Louis:

1. Ryan Dungey (USA), KTM
2. Eli Tomac (USA), Honda
3. Jason Anderson (USA), Husqvarna

Zwischenstand der Supercross-WM nach 13 von 17 Rennen:

1. Ryan Dungey, 296
2. Eli Tomac, 216
3. Trey Canard, 204
4. Cole Seely, 198
...
8. Ken Roczen, 156

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