Citroën-Duo warnt vor Reifen auf Zypern

Von Toni Hoffmann
WRC
Sordo ist gegen Schotterreifen auf Asphalt

Sordo ist gegen Schotterreifen auf Asphalt

Loeb und Sordo sind gegen Schotterreifen auf den Asphaltprüfungen des dritten WM-Laufes auf Zypern.

Die Citroën-Piloten Sébastien Loeb und Daniel Sordo haben sich gegen die Verwendung von Schotterreifen auf den Asphalt-Prüfungen beim nächsten WM-Lauf auf Zypern (12. bis 15. März) ausgesprochen. Nach langer Zeit sind in der Rallye-WM wieder so genannte Misch-Rallyes mit verschiedenen Streckenbelägen erlaubt. Die erste Etappe der Rallye Zypern wird auf Asphalt ausgefahren, die beiden anderen hingegen auf Schotterpisten. Eigentlich kein Grund für eine Kritik, nur dass bei den Asphalt-Prüfungen auch nur Schotterreifen verwendet werden dürfen, stösst bei den Fahrern auf Unmut. Früher wurden diese Asphalt-Prüfungen überwiegend mit Slicks absolviert.

«Das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn», erklärt Loeb. «Warum dürfen wir nicht hierfür die richtigen Reifen benutzen?» Auch müssten die Bremsen und das Fahrwerk den Asphalt-Bedingungen angepasst werden.

Die Schotterreifen haften zwar auch auf Asphalt, nur werden sie schneller abgebaut, will heissen, der Gip geht immer stärker verloren. Sordo testete in der Nähe von Alicante in Spanien den Schotterreifen Scorpion von Pirelli. Sordo hegt danach die Befürchtung, dass die Schotterreifen den ersten Rallyetag mit Asphalt-Prüfungen nicht überstehen werden. «Ich kann mir vorstellen, dass unsere Reifen schon nach der ersten Prüfung hinüber sind», sagt Sordo. «Die erste Prüfung ist 30 km lang.» Nach dem Streckenplan der Rallye Zypern dürfen aber die Reifen erst nach drei Prüfungen, was zusammen 67 km ergibt, im Service-Park in Limassol wieder gewechselt werden. «Auf Zypern kann es schon sehr heiss werden. Ich denke, es wäre gerecht, wenn der Veranstalter uns nach der ersten Prüfung erlaubt, die Reifen zu wechseln. Dann hätten wir für die beiden nächsten wieder Reifen. Wenn nicht, wird es sehr, sehr hart.»

Wie Loeb glaubt auch Sordo, dass das Fahren mit den falschen Reifen, also mit Schotterreifen auf Asphalt, nur für die Zuschauer ein Spektakel ist. «Es mag zwar für die Zuschauer schön sein, wenn die Autos die ganze Zeit seitwärts fahren, auch für die Fahrer kann es etwas Spass machen. Das ist aber auch alles. Es ist einfach ein bisschen verrückt und etwas gefährlich, mit den falschen Reifen unterwegs zu sein», führt Sordo weiter aus.

Aus Kreisen der FIA war zu hören: «Das ist doch das, was die Team wollen. Es spart Geld, was wir alle wollen. Das wurde doch von den Herstellern vorangetrieben.»

Die Rallye Zypern, nach 2006 wieder im WM-Kalender, könnte in der steilen und einzigartigen Karriere von Loeb einen ganz besonderen Meilenstein markieren. Loeb, der die drei letzten WM-Rallyes auf Zypern (2004 – 2006) gewonnen hatte, könnte dort sein goldenes Sieg-Jubiläum mit seinem 50. Triumph feiern.

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