Citroën im Shakedown vorne

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Service-Park der Rallye Zypern in Limassol

Der Service-Park der Rallye Zypern in Limassol

Privatier Petter Solberg im «alten» Citroën überraschender Zweiter hinter Dani Sordo im Werks-C4.

Die Rallye Zypern war bisher für ihre sehr harten Schotterprüfungen bekannt. Die Prüfungen, die oft mehr oder weniger alten Eselpfaden glichen, wurden von den Teilnehmern härter als die Pisten der griechischen Rallye Akropolis eingestuft. Gemäss den Vorgaben des WM-Reglements soll daher die Strecke des Shakedowns, der Teststrecke für die letzten Fahrzeugeinstellungen, typisch für die jeweilige Rallye sein.
 
Das WM-Comeback der Rallye Zypern nach dreijähriger Pause hat aber ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal zu den übrigen elf WM-Läufen in diesem Jahr. Sie ist 2009 die einzige Misch-Rallye, die die FIA wieder erlaubt. Der erste Tag wird komplett auf Asphalt ausgetragen. Die Etappen zwei und drei führen wieder über die bekannt rauen Pisten der Mittelmeerinsel. Ein Drittel Asphalt, zwei Drittel Schotter – so ist in diesem Jahr der Zypern-Mixed. Da der Schotteranteil demnach überwiegt, hätte man davon ausgehen können, dass auch der Shakedown auf Schotter stattfindet. Nicht so auf Zypern. Dort wurde der knapp 4,5 km Shakedown 16 km vom Rallye-Zentrum Limassol auf einer Asphaltpiste ausgetragen.
 
Schnellster war Daniel Sordo im Citroën C4 mit 3:33,0 Minuten. Für eine Überraschung sorgte Petter Solberg, Sieger auf Zypern 2003 im Subaru Impreza, der in seinem privaten etwas schon betagten Citroën Xsara als Zweiter nur 3/10 Sekunden langsamer war. Der letztjährige Junioren-Weltmeister Sébastien Ogier, der in diesem Jahr im Peugeot 207 S2000 die Rallye Monte Carlo gewonnen hatte, markierte in einem weiteren C4 mit 3:34,0 Minuten die drittschnellste Zeit und war 5/10 Sekunden schneller als der fünffache Rekord-Champion und Tabellenführer Sébastien Loeb, Hattrick-Sieger auf Zypern von 2004 bis 2006, im dritten C4. Bester Ford-Pilot war Jari-Matti Latvala mit einer Zeit von 3:34,7 Minuten vor dem erst 18 Jahre alten Russen Evgeny Novikov (3:35,1) als schnellster Citroën-Junior und Mikko Hirvonen (3:35,3) im zweiten Werks-Ford.
 
Der dritte von zwölf WM-Läufen wird am Donnerstagabend um 19.00 Uhr MEZ in Limassol gestartet. Die erste der 13 Prüfungen findet am Freitagmorgen um 08.23 Uhr MEZ statt. Zielankunft ist am Sonntag um 13.20 Uhr MEZ in Limassol.
Inoffizielle Shakedown-Zeiten:

1.  Daniel Sordo (E), Citroën C4 WRC, 3:33,0 min.
2. Petter Solberg (N), Citroën Xsara WRC, 3:33,3
3. Sébastien Ogier (F), Citroën C4 WRC, 3:34,0
4. Sébastien Loeb (F), Citroën C4 WRC, 3:34,5
5. Jari-Matti Latvala (FIN), Ford Focus WRC, 3:34,7
6. Evgeny Novikov (RUS), Citroën C4 WRC, 3:35,1
7. Mikko Hirvonen (FIN), Ford Focus WRC, 3:35,3
8. Conrad Rautenbach (ZW), Citroën C4 WRC, 3:35,8
9. Matthew Wilson (GB), Ford Focus WRC, 3:37,3
10. Henning Solberg (N), Ford Focus WRC, 3:37,3

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