Latvala dominiert weiter Rallye Wales

Von Toni Hoffmann
WRC
Nichts kann Wales-Stürmer Jari-Matti Latvala aufhalten.

Nichts kann Wales-Stürmer Jari-Matti Latvala aufhalten.

Ford hat auch am zweiten Tag des zehnten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft in Wales seine Doppelspitze souverän verwaltet.

Das Bild kurz vor dem Ende des zweiten Tages des britischen WM-Klassikers in Wales ähnelt an der Spitze stark dem aus dem letzten Jahr. Jari-Matti Latvala baute bis zur elften der insgesamt 19 Schotterprüfungen auf den etwas aufgeweichten walisischen Waldwegen seine Führung auf inzwischen 22,1 Sekunden zu seinem Ford-Teampartner Petter Solberg im zweiten offiziellen Fiesta RS aus. Auch beim zweiten Durchgang der drei Vormittagsprüfungen fand der siebenfache Saisonsieger und klare WM-Spitzenreiter Sébastien Loeb noch nicht zur in diesem Jahr so dominanten Schotterstärke zurück. Der 74-malige Rekordsieger rangierte im Citroën DS3 mit einem Rückstand von 28,8 Sekunden auf dem dritten Platz.

«Im Augenblick sieht alles perfekt aus. Ich hoffe, es bleibt weiter so. Wir hatten in diesem Jahr schon genügend Pech», sagte Latvala. «Mein Service hat mein Auto im Mittagsservice etwas ‚aufgemöbelt’. Jetzt läuft es besser», meinte Solberg, der bei der zweiten Passage der 19,5 km langen Prüfung «Crychan», seine dritte Bestzeit markierte.

Auf der Suche nach dem besseren Speed und dem richtigen Grip ist weiterhin der sonst so erfolgsverwöhnte Titelverteidiger Loeb. «Ich pushe wirklich sehr hart. Diesmal scheint es mit meiner Reifenwahl nicht so gut zu funktionieren. Die weichen Reifen haben an einigen Stellen nicht so gepasst», gab der achtfache Rekordchampion Loeb zu bedenken. Bislang konnte der dreifache Wales-Sieger nur eine einzige Bestmarke setzen.

Noch nicht so recht konnte er sich von seinem Verfolger Mads Östberg im privaten Ford Fiesta RS absetzen. Der Adpata-Pilot folgte ihm mit nur 12,0 Sekunden Abstand auf dem vierten Platz.

In die Nichtzufriedenheitskerbe schlug auch Loebs Teamkollege Mikko Hirvonen. «Irgendwie geht da nichts so richtig beisammen. Wir versuchen wirklich unser Bester, kommen aber nicht so recht voran», erklärte der Vizechampion Hirvonen, der weiterhin mit einem Rückstand von 1:13,8 Minuten nur den fünften Platz erreichte.

In der M-Sport-Team-Hierarchie hat sich nichts geändert. Ott Tänak behauptete nach wie vor seinen sechsten Platz vor seinem Ford Fiesta-Kollegen Evgeny Novikov und dem Citroën-Youngster Thierry Neuville und dem WM-Rückkehrer Matthew Wilson in einem weiteren Ford Fiesta RS von M-Sport.

Ergebnis nach 11 von 19 Prüfungen (= 220,89 von 324,46 km):

1. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, 2:05:47,6 h.
2. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Ford Fiesta RS WRC, + 22,1 sec.
3. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, + 28,8
4. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta RS WRC, + 40,8
5. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Citroën DS3 WRC, + 1:13,8 min.
6. Ott Tänak/Kuldar Sikk (EE), Ford Fiesta RS WRC, + 1:28,3
7. Evgeny Novikov/Ilka Minor (RUS/A), Ford Fiesta RS WRC, + 1:45,6
8. Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (B), Citroën DS3 WRC, + 3:14,1
9. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 4:20,3
10. Martin Prokop/Zdenek Hruza (CZ), Ford Fiesta RS WRC, + 5:03,0

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