Zeitnahme wieder auf dem Prüfstand

Von Toni Hoffmann
WRC
Zeitnahme in der Rallye-WM

Zeitnahme in der Rallye-WM

Die Zeitnahme in der Rallye-Weltmeisterschaft ist erneut zu einem Diskussionsthema geworden. Jetzt ist sie im Visier der FIA.

Die Zeitnahme und gerade das Tracking-System sind in der Rallye-Weltmeisterschaft seit der Übernahme durch das spanische Unternehmen SIT in diesem Jahr fast schon zu einem Reizthema geworden. Ende der letzten Saison hatte sich die FIA vom bisherigen Partner Stage One Technology, bei dem es bis dato alles problemlos ablief, getrennt und den Zuschlag SIT gegeben. Seitdem hagelt es Kritik von allen Seiten an der Zeitnahme und allem, was damit zusammenhängt.  

Neuer Kritikpunkt ist nun das Tracking-System mit oft fehlenden oder mangelhaften Zwischenzeiten. Beim letzten WM-Lauf auf Sardinien sorgte der Abflug von Mads Östberg für Ärger. Sein M-Sport-Team wusste man lange Zeit nicht, was genau mit Östberg passiert war. Auch der Vorfall bei Sébastien Ogier in Mexiko, als er wegen eines geschlossenen Weidentores anhalten musste, wurde seinem VW-Team nicht genau gemeldet.  

Jetzt nahm der FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen zu diesem Thema Stellung: «Es sind nun sechs Monate vergangen. Es ist Zeit, dass nun ein guter Service garantiert wird. Wir haben darüber intern in der FIA darüber gesprochen und eine Untersuchung eingeleitet.»  

SIT: «Alles eine Frage der Zeit»

Pedro Cieza von SIT erklärte: «Zu Saisonbeginn wurde uns gesagt, die Zwischenzeiten wären nur sekundär, aber nun weiß ich, dass dies nicht der Fall ist. Wir haben unseren Zeitenservice immer wieder verbessert. Ich will nichts schönreden, aber unser Zeiten-System scheint für einige Funktionäre etwas zu sehr technisiert zu sein. Wir erwarten, dass dies bei den nächsten Rallyes einfacher wird. Wir hatten diese Woche in Madrid einige Tests in Echtzeit. Ich warte nun auf die Ergebnisse meiner Technikabteilung. Es ist nur eine Frage der Zeit. Als wir im November den Vertrag bekamen, hatten wir eineinhalb Monate Zeit, um alles zu realisieren. Hätten wir aber damals im August den Auftrag bekommen, wäre das etwas anderes gewesen.»  

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