Rallye Argentinien, die ultimative Herausforderung

Von Toni Hoffmann
WRC

Wenn es eine Rallye gibt, die alle vorstellbaren Herausforderungen bietet, dann ist es der fünfte Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (08. - 10. Mai) in Argentinien.

Die in der Provinz Cordoba ausgefahrene Rallye Argentinien ist die ultimative Prüfung für Mensch und Maschine. Im Land der Cauchos erwartet die Teams Herausforderungen, die Argentinien von anderen WM-Rallyes abhebt.

Wasser-Durchfahrten

Die Rallye Argentinien hat mehr Wasser-Durchfahrten als jeder andere WM-Lauf. Sie gelten als legendär. Wenn es im Vorfeld der Rallye regnet, dann sind die Flüsse angeschwollen. In diesem Fall müssen die Teams Vorsicht walten lassen, wenn sie das Wasser passieren. Sollten sie zu schnell fahren und ihr Auto eine große Menge Wasser aufnehmen, dann sollte das Team sofort anhalten. Die Teilnehmer der Rallye Dakar, die ebenfalls in Argentinien stattfindet, haben mit den Durchfahrten die eine oder andere unangenehme Erfahrung machen müssen.  

Ungewöhnliche Hindernisse

Die legendären Argentinien-Prüfungen «El Condor» und «Mina Clavero» führen teils über alte Eisen-Brücken, die tiefe Canyons überspannen. Die Eingangs- und Ausgangs-Punkte der Brücken sind extrem eng und die Holzleisten, über die die Autos fahren, bieten da sehr wenig Halt. Präzision wird entscheidend sein. Und das wird nicht einfach, wenn die Sicht schlecht ist. Früh-Herbst-Wetter in der südlichen Hemisphäre führt oft zu dichtem Nebel in den Bergen.  

Gemischte Straßenverhältnisse

Die 14 Prüfungen, die in diesem Jahr ausgetragen werden, sind ein Mix aus ebenen Schotter-Straßen, die typisch für Argentiniens «Pampa» und auch für die Berge mit den verwinkelten, steinigen Straßen sind. Viele der Schotter-Straßen haben einen weichen, sandigen Untergrund und bekommen bei mehrmaligem Befahren tiefe Furchen. Kommt man aus diesen «Schienen», ist meistens ein Abflug die Folge. Auf Prüfungen mit festeren Untergründen werden die Reifen stark beansprucht. Mit der längsten Prüfung über 51,88 km wird die Wahl zwischen harten und weichen Reifen der Schlüssel.  

Höhenlage

Rallye-Autos brauchen Luft - und zwar viel davon - um ihre beste Leistung abzurufen. Aber, wie auch bei der Rally Mexico, ist die Luft auf den höchsten Prüfungen in Argentinien dünn. Die Kult-Prüfung El Condor startet zum Beispiel knapp 2000 Meter über dem Meer. Das bedeutet, dass die Leistung der 1,6-Liter-Turbo-Motor stark beeinträchtigt sein wird.  

Die Fans

Die argentinischen Fans campen bis zu drei Tage an der Strecke, um auf ihrer Lieblingsprüfung den besten Aussichtspunkt zu ergattern. Wenn die Fahrer die Stellen erreichen, kocht die Stimmung entlang der Strecke über. Im Duft und Dunst des argentinischen Nationalgetränks «Mate» veranstalten die Fans, die für ihre große Leidenschaft bekannt sind, eine bunte und laute Show an den Pisten und sorgen für eine fast schon einmalige und mitreißende Atmosphäre.

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