Michelin für starken Regen gerüstet

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier

Sébastien Ogier

Michelin wird erstmals, sofern erforderlich, beim neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Deutschland einen neu entwickelten Regenreifen einsetzen.

Michelin hat auf die Sicherheitsbedenken der Fahrer reagiert und stellt in Deutschland erstmals einen neu konstruierten Regenspezialisten zur Verfügung. Der neu entwickelte Michelin Pilot Sport FW – FW steht für «Full Wet». Er zeichnet sich durch ein besonders tiefes Profil mit ausgeprägten Drainagerillen aus, das dem Winterreifen für die Rallye Monte Carlo gleicht. Er eignet sich ausschließlich für den Einsatz bei sehr starken Niederschlägen, denn seine extrem weiche Laufflächenmischung baut auf trockener oder feuchter Fahrbahn schnell ab. Jeweils acht Exemplare des neuen Pneus hält Michelin für die World Rally Cars seiner Partner in der Topkategorie RC1 bereit.

Neben dem reinen Regenreifen können die Rallye-Cracks auch in Trier wieder zwischen zwei Laufflächenmischungen des erfolgreichen Michelin Pilot Sport auswählen. Während der etwas härtere H2 vor allem für trockene Bedingungen konzipiert wurde, eignet sich die weichere S2-Variante für gemischte Verhältnisse oder ausgesprochen kühle Außen- und Asphalttemperaturen. Die beiden 18-Zöller zeichnen sich durch besonders widerstandsfähig konstruierte Seitenwände aus, denn speziell die 42,51 Kilometer lange Betonpiste der Baumholder-Prüfung «Panzerplatte Lang» kann den Reifen enorm zusetzen. Selbst bei völligem Luftverlust bieten diese Pneus immer noch die Chance, die WP sicher zu beenden. Nur zur Information: Frei verkäuflich sind diese außergewöhnlichen Technologieträger nicht. Jeder einzelne Pneu geht nach Gebrauch an die Spezialisten von Michelin zurück und wird intensiv analysiert.  

Reifenreduzierung um 40 Prozent  

Ebenfalls wichtig: Die Zeit großer Materialschlachten gehört in der Rallye-WM zumindest aus Sicht der Reifenhersteller der Vergangenheit an. Gerade mal 24 Pneus darf jeder Pilot eines World Rally Cars im Laufe der Rallye Deutschland einsetzen, also jeweils vier pro Service. Gegenüber früheren Jahren ist dies eine Reduzierung um gut 40 Prozent, die nicht nur Kosten senkt, sondern auch die natürlichen Ressourcen schont. Für die Teilnahme am sogenannten «Shakedown» vor der Veranstaltung stehen vier weitere Exemplare bereit. Das gesamte Kontingent pro Werksfahrer beläuft sich in Trier auf 28 Exemplare des Michelin Pilot Sport H2 und 22 Stück des S2.

Bis zu zwei Reserveräder dürfen im Kofferraum mitgeführt werden, die aber – ebenso wie die Rollbereifung – jeweils mit neuen Pneus bestückt sein müssen. Insbesondere bei unverhofftem Wetterumschwung bereitet dies den Boden für interessante Strategien, wenn Fahrer und Beifahrer zwischen zwei Prüfungen unterschiedliche Pneus miteinander kombinieren. In der Vergangenheit versuchten es einzelne Teilnehmer zum Beispiel mit zwei der weicheren MICHELIN Pilot Sport S2 auf der einen und zwei der härteren H2 auf der anderen Fahrzeugseite. Andere wiederum setzten auf eine Überkreuz-Mischbereifung, was sich für manchen als ebenfalls erfolgsversprechende Lösung entpuppte.  

Shuttle-Service von Michelin  

Ebenfalls neu: Gemeinsam mit dem ADAC und der FIA bietet Michelin den Zuschauern in diesem Jahr erstmals einen besonderen Shuttle-Service an. Vom Service-Park in Trier aus sind an allen drei Rallye-Tagen bis zu vier Busse im Einsatz, die jeweils 55 Zuschauer zu ausgesuchten Wertungsprüfungen und wieder zurück bringen. Die Mitfahrt ist für Inhaber eines gültigen Veranstaltungstickets kostenlos, Anmeldungen nimmt ein spezieller Schalter im Service-Park entgegen.  

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