Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mads Østberg war in die Saison als nomineller Mannschaftskapitän bei Citroën gestartet. Nach elf von 13 Rallyes hat der vor zwei Wochen 27 Jahre alt gewordene Norweger gerade einmal 80 WM-Punkte auf dem Konto und dümpelt auf Tabellenrang sieben herum. Rang zwei bei der Rallye Italien auf Sardinien war sein bisher bestes Ergebnis, seitdem war Østbergs gerne beschworener "Viking Spirit" scheinbar erloschen.
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Sein acht Jahre älterer, aber mit 25 WM-Starts weniger vergleichsweise unerfahrener Teamkollege Kris Meeke, hat bis heute zwei Punkte mehr eingefahren und war zuletzt auch ansonsten deutlich schneller. Was dazu geführt hat, dass Citroën-Sportdirektor Yves Matton den Nordiren für 2015 praktisch bereits als neue Nummer eins bestätigt hat. Über einen Wechsel von Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica ins zweite Werkscockpit bei den Franzosen wird bereits offen spekuliert – damit wäre die Tür für Østberg zu.
Und kaum scheinen ihm die Felle im Citroën-Werksteam davon zu schwimmen, wacht Mads Østberg auf. Nach der ersten (Schotter-)Etappe der Rallye Spanien ist er Dritter. Sein Rückstand zu Jari-Matti Latvala (Volkswagen) beträgt nur 0,6 Sekunden. Vielleicht würde Østberg sogar noch vor dem Finnen liegen, hätte er nicht gleich zweimal im Staub nach einem Reifenwechsel dicht vor ihm fahrender Konkurrenten Zeit verloren. Das erste Mal ironischerweise hinter Teamkollege Meeke. "Dieses Jahr scheine ich einfach kein Glück zu haben", beschwerte sich Østberg.
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Am Samstag stehen in Spanien ausschließlich Asphalt-Prüfungen auf dem Programm. Auf diesem Untergrund sah Østberg bei den zurückliegenden Rallyes in Frankreich und Deutschland keine Sonne. "Wird Zeit, dass sich das wieder ändert", gab er sich am Freitagabend kämpferisch. Sieht so aus, als sei der "Viking Spirit" zurück.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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