Sébastien Loeb: «Ich gebe mein Bestes»

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Citroën DS3 WRC 2015

Der Citroën DS3 WRC 2015

Der neunfache Rekordchampion Sébastien Loeb möchte seine Chance auf seinen achten Sieg bei der Rallye Monte Carlo nutzen.

Sébastien Loeb ordnet sein vielleicht einmaliges Gastspiel beim Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft in Monte Carlo keineswegs als eine Spazierfahrt durch die französischen Seealpen unter dem Motto «just for fun» ein. Er nimmt diesen Start sehr ernst und möchte daher um den Sieg auch kämpfen. Sieben Mal haben er und sein monegassischer Beifahrer Daniel Elena beim traditionellen Saisonauftakt bisher gewonnen. Ein achter Triumph steht auf ihrer Agenda bei der Rückkehr auf die Bühne der Rallye-WM nach 15 Monaten Abstinenz.  

Citroën hatte aber mit der Bitte beim Loeb-Start einen kleinen Hintergedanken. Der 78-fache Laufsieger soll auch etwas die Marke «DS», die 2015 ihr 60-jähriges Jubiläum feiert, etwas pushen. Das neue Design mit der großen goldenen «60» ist dem Anlass entsprechend auf dem Heck des DS3 WRC groß vertreten.  

Loeb: «Erst wieder an das Auto gewöhnen»

«Als mir Citroën mir die Chance für einen Start bei der Rallye Monte Carlo anbot, habe ich nicht lange gezögert», sagte Loeb, dessen sportliche Bühne nun die Tourenwagen-Weltmeisterschaft im C-Elysée WTCC ist. «Ich liebe diese Atmosphäre. Ich bin glücklich, dass ich wieder im DS3 WRC sitzen kann. Am ersten Testtag musste ich mich erst wieder an das Gefühl gewöhnen, aber es ging schnell. Der Fahrstil ist ein ganz anderer als mit dem C-Elysée WTCC. Mit einem Allradantrieb auf einer normalen Straße, da muss man viel improvisieren. Für uns ist es schwierig, uns auf die Rallye Monte Carlo vorzubereiten. Niemand kann sagen, wie die Bedingungen bei dieser Rallye sind. Ich möchte natürlich auch konkurrenzfähig sein. Aber ich gebe zu bedenken, dass ich mehr als ein Jahr keine Rallye mehr auf diesem Niveau bestritten habe. Wie üblich bei jeder Rallye möchte ich auch jetzt wieder mein Bestes geben. Es ist diesmal nicht leicht. Und wenn wir um den Sieg kämpfen können, wäre das toll.»  

Uagrades am Citroen DS3 WRC

Vor dem Start in die neue Saison wurden am allen drei Citroën DS3 WRC einige Upgrades wie zum Bereich am Motor, Aufhängung, Aerodynamik, Getriebe vorgenommen. «Der DS3 ist eigentlich ein schon ausgereiftes Auto, aber wir mussten weiter hart arbeiten, um es noch leistungsfähiger zu machen», erklärte Xavier Mestelan-Pinon, der Technische Direktor bei Citroën. «Wir haben zum Beispiel unser Augenmerk auf den Motor gelegt, um noch mehr Leistung und Drehmoment zu bekommen. Unter Berücksichtigung des aktuellen Reglements haben wir unsere Fahrzeuge nun mit einer Schaltwippe an der Lenkung ausgerüstet. Unsere augenscheinlichste Verbesserung aber liegt in der Aerodynamik mit einem neuen Spoiler und neuen Frontlippen. Die Gewichtsverteilung ist mit leichteren Teilen besser. Und wir haben die Kinematik an der hinteren Aufhängung geändert.»   «Die Rallye Monte Carlo ist eine sehr wichtige Rallye für uns.

Und diesmal ist sie mit dem Gaststart von Sébastien Loeb und Daniel Elena eine ganz besondere Rallye für uns», merkte der Citroën-Sportchef Yves Matton an. «Wir wissen, dass die beiden unter starker Beobachtung stehen, und gerade das ist auch der Grund, dort zu starten. Das ganze Team kann die erste Rallye kaum erwarten. Wir wollen endlich die Ergebnisse unserer Arbeit in den letzten Monaten sehen. Es wurden einige Upgrades am DS3 vorgenommen, um die Leistung zu steigern. Natürlich haben unsere Konkurrenten auch Verbesserungen vorgenommen, daher müssen wir sehen, dass wir mithalten können.»  

Neben Sébastien Loeb ist auch der Stammpilot Kris Meeke für die Hersteller-WM punkteberechtigt. Mads Östberg im dritten Citroën DS3 WRC hingegen punktet nur für die Fahrer-Wertung. «Ich bin glücklich, nun in ein neues Jahr mit Citroën starten zu dürfen. Im letzten Jahr bin ich bei einigen Rallyes zum ersten Mal gestartet und habe viel gelernt. Das müsste mir jetzt helfen. Mein Ziel ist es, um einen Spitzenplatz zu kämpfen», sagte Meeke. «Am Ende der Saison 2014 hatte ich ein gutes Gefühl. Die weitere Zusammenarbeit mit Citroën ist für mich sehr positiv. Ich möchte mich in diesem Jahr weiter steigern. Ich nehme aber jede Rallye, wie sie kommt. Ich hoffe, dass ich auch das Vertrauen dann zurückzahlen kann», äußerte sich Östberg.  

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