Spanien-Ziel von Hyundai: zurück auf Platz zwei

Von Toni Hoffmann
WRC

Beim vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Spanien möchte Hyundai den zweiten Platz in der Herstellerwertung wieder zurückgewinnen.

Nur ein Punkt hinter Citroën belegt Hyundai Motorsport den dritten Rang in der Herstellerwertung der Rallye-Weltmeisterschaft. Den Ehrenrang musste Hyundai beim vorausgegangenen Lauf auf Korsika an Citroën abtreten. Dies soll sich aber in Katalonien wieder zu Gunsten von Hyundai ändern. Dort findet die einzige Rallye im diesjährigen WM-Kalender auf verschiedenen Belägen - Schotter und Asphalt - statt.  

Zur 12. WM-Runde der WRC tritt Huyndai wieder mit dem bekannten Trio mit Thierry Neuville im Auto #7, Dani Sordo in der #8 und Hayden Paddon an. Für Dani Sordo ist es das Heimspiel in der Weltmeisterschaft.  

Die spanische Rallye ist seit 1991 Bestandteil der Rallye-WM und ist die einzige Rallye, die sowohl Asphalt- als auch Schotteretappen umfasst. Sieben der insgesamt 23 Prüfungen sind in diesem Jahr neu. Daher muss der Aufschrieb diesmal besonders präzise sein.  

«Die Rallye Spanien ist mit ihrer Mischung aus Schotter und Asphalt eine sehr spezielle Veranstaltung», sagt Teamleiter Michel Nandan. «Die Veranstaltung beginnt am Donnerstagabend wie im Vorjahr mit Zuschauerprüfung in Barcelona, die wieder tausende Fans anziehen wird. Am Freitag haben wir einen Zeitplan mit überwiegend Schotter und etwas Asphalt auf der Prüfung «Terra Alta». Der Service am Abend ist speziell, da wir vor den zwei abschließenden Rallyetagen nur 75 Minuten zum Umbau der Autos in die Asphalt-Einstellung haben. Wir befinden uns in einem engen Kampf um den zweiten Platz in der Meisterschaft, so dass wir am Wochenende in unserem Bemühen zur Wiedereinnahme des zweiten Platzes in Topform sein müssen.»  

Thierry Neuville lieferte letztes Jahr in Spanien eine gute Leistung, gewann eine Prüfung und führte kurzzeitig die Rallye an. Auch für ihn ist das Ziel, viele Punkte zu holen, um Hyundai auf den zweiten WM-Rang zurückzuführen.  

Neuville: «Druck machen»

«Die Rallye Spanien ist etwas Besonderes, weil sie die einzige Veranstaltung mit einem Wechsel von Schotter zu Asphalt ist», führt Neuville an. «Unser Team muss den Service am Abend nutzen, um Federung, Getriebe und andere Komponenten auszutauschen. Dann müssen wir unseren Fahrstil ändern und sicherstellen, dass wir ein gutes Vertrauen und Feeling für das Auto haben. Die Prüfungen sind durchweg schön, aber in diesem Jahr gibt es viele neue Abschnitte. Ich erwarte eine große Herausforderung. Ich denke, wir werden ein gutes Wochenende haben. Wir werden Druck machen, um so viele Punkte wie möglich zu holen.»  

Dani Sordo hat bei seiner Heim-Rallye mit mehreren Ergebnissen unter den ersten Fünf eine starke Bilanz. In Korsika hinterließ er Eindruck und wird an diesem Wochenende mit Unterstützung seiner zahlreichen Landsleute stark motiviert sein.  

Heimspiel für Sordo

«Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn ich hier fahre, weil sie meine Heimatrallye ist», merkt Sordo an. «Ich fahre gern vor diesem leidenschaftlichen Publikum. Ich werde die lokale Unterstützung gut zu nutzen wissen – man erhält immer eine zusätzliche Stärkung! Ich kenne die Strecken sehr gut, aber wegen einiger neuen Prüfungen in diesem Jahr ist es trotzdem eine neue Herausforderung. Ich mag sowohl Schotter als auch Asphalt, aber ich bevorzuge Asphalt ein wenig mehr. Wir hoffen, in unserem Kampf um den zweiten Platz so viele Punkte wie möglich zu holen.» 2014 erreichte er vor Neuville den fünften Platz.  

Spanien war für Hayden Paddon letztes Jahr eine starke Veranstaltung. Im Vorjahr erzielte er dort seine erste WM-Bestzeit und wurde am Ende Neunter. Nachdem er in diesem Jahr schon fünf Mal unter die ersten Fünf kam, hofft er auf die Fortsetzung in Spanien.  

«Ich bin sehr gespannt auf Spanien», sagt Hayden. «Ich mag die Herausforderung der gemischten Fahrbahnbeläge und wir holten im Vorjahr einige gute Zeiten. Auf den Schotter am Freitag freue ich mich am meisten, aber die Asphalt-Etappen fahren sich auch sehr gut – insbesondere, wenn die Bedingungen trocken sind und es sich anfühlt wie eine große Rennstrecke. Hoffentlich können wir unsere neuesten Erfahrungen gut umsetzen. Wir wollen auf dem Schotter gut Druck machen, um für den Rest der Rallye eine gute Startposition zu bekommen und wir werden versuchen, nahe an der Spitze abzuschließen.»  

Die diesjährige Veranstaltung ist die 51. Ausgabe der Rallye. Sie führt über 23 Prüfungen mit 331,25 km auf Bestzeit.  

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