Portugal: Kris Meeke holt seinen zweiten Sieg

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Portugal-Sieger Kris Meeke

Der Portugal-Sieger Kris Meeke

Kris Meeke hat beim fünften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Portugal seinen zweiten Sieg vor Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier gefeiert.

Der ehrliche Rallye-Zuschauer wird gestehen, die Rallye Portugal war in diesem Jahr die Festspiele von Kris Meeke. Im DS3 WRC des Citroën-Vertreterteams von Abu Dhabi übernahm der Nordire auf den zweiten Prüfung die Führung von Sébastien Ogier im VW Polo R WRC. Mit einem Bestzeiten-Festival, insgesamt notierte er acht Bestmarken, baute er sie bis zum Ende der zweiten Etappe komfortable aus. Erst beim Portugal-Finale am Sonntag hielt er sich etwas bedeckt, was ihn aber nicht hinderte, seinen zweiten Sieg einzufahren.

Nach den 19 Prüfungen lag er 29,7 Sekunden vor Andreas Mikkelsen im VW Polo R WRC. Der Tabellenführer Sébastien Ogier musste sich im offiziellen VW Polo R WRC um 4,8 Sekunden hinter Mikkelsen auf dem letzten Podiumsplatz einordnen. Dafür gewann wieder einmal, schon fast wie gewohnt, die Power Stage vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Mikkelsen. Der dreifache Champion und Titelverteidiger führt nach dem fünften von 14 Läufen in der Tabelle sehr deutlich mit 114 Punkten und 47 Zählern vor Mikkelsen an.

Stolzer Sieger

«Ich kann nur sagen, das war ein absolut perfektes Wochenende. Vielen Dank an das Team», freute sich Meeke, der aber in diesem Jahr mit der Meisterschaft wenig zu tun und nur bei einigen ausgewählten Rallyes startet. Sein Fokus liegt in diesem Jahr auf der Entwicklung des C3 WRC, mit dem Citroën Racing 2017 wieder in die Königsklasse zurückkehren möchte. «Wir haben aus unserer Position das Beste gemacht. Mehr ging nicht. Es hat sich aber gezeigt, das der DS3 immer noch ein gutes Auto ist. Für mich ist dieser Sieg der nächste Schritt, Ich kann 2017 gar nicht erwarten», ergänzte Meeke.

«Ich bin sehr glücklich mit meiner Leistung, die vielleicht eine meiner besten war. Es tut richtig gut, einen Kampf mit Sébastien unter gleichen Bedingungen zu gewinnen», führte Mikkelsen an.

Ogier erklärte: «Wir hatten vor dem Start noch ein paar Probleme, deswegen bin ich froh, hier zu sein. Das war keine einfache Rallye für uns.»

Dani Sordo brachte im Hyundai i20 WRC seinen vierten Platz (Rückstand: 1:37,1 Minuten) sicher ins Ziel. «Das war eine sehr schwierige Rallye, aber wir haben noch gute Punkte für die Meisterschaft holen können», merkte Sordo an.

Starker Camilli

Der M-Sport-Youngster Eric Camilli schaffte im schnellsten Ford Fiesta RS WRC mit dem fünften Rang (4:01,6 Minuten Rückstand) seine beste WM-Platzierung. «Hier Fünfter zu werden, ist für mich ein sehr gutes Ergebnis und eine große Überraschung. Einfach nur toll!», freute sich Camilli.

Wegen seines Pechs am Freitag wegen der ausgefallenen Servolenkung am VW Polo R WRC schaffte der Vorjahressieger Jari-Matti Lavala diesmal nur den sechsten Platz (Rückstand: 4:06,9 Minuten).

Den Sieg in der WRC2-Wertung sicherte sich Pontus Tidemand im Skoda Fabia R5 1:28,8 Minuten vor seinem Modell-Kollegen Nicolas Fuchs und 3:19,7 Minuten vor Marius Aasen im Ford Fiesta R5.

Endstand nach 19 Prüfungen:

1.    Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën DS3 WRC, 3:59:01,0 h.

2.    Mikkelsen/Jaeger (N), VW Polo R WRC, + 29,7 sec.

3.    Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, + 34,5

4.    Sordo/Marti (E), Hyundai i20 WRC, + 1:37,1 min.

5.    Camilli/Veillas (F), Ford Fiesta RS WRC, + 4:01,6

6.    Latvala/Anttila (FIN), VW Polo R WRC, + 4:06,9

7.    Östberg/Floene (N), Ford Fiesta RS WRC, + 6:53,6

8.   Prokop/Tomanek (CZ), Ford Fiesta RS WRC, + 10:24,1

9.    Tidemand/Axelsson (S), Skoda Fabia R5, + 11:45,2

10.  Fuchs/Mussand (RCH/RA), Skoda Fabia R5, + 13:14,0

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