Aston Martin von Fernando Alonso: Die Horror-Show wird weitergehen
Aston Martin ist WM-Letzter, Probleme mit der Antriebseinheit von Honda bleiben ungelöst, und das Chassis ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Martin Brundle: «Die Horror-Show wird weitergehen.»
Die Beziehung zwischen Aston Martin und Honda ist schwer belastet. Den Grünen wurde – vor dem Hintergrund des neuen F1-Reglements – zugetraut, dass sie zur Überraschung der GP-Saison 2026 werden könnten, immerhin wurde das Auto vom genialen Adrian Newey entworfen. Nun sind sie WM-Letzter.
Die Probleme sind vielschichtig: Honda hat bei der neuen Antriebseinheit einen leistungsschwachen Verbrennungsmotor gebaut, der im Auto zudem so stark vibriert, dass der elektrische Teil in Mitleidenschaft gezogen wird. Und wegen dieser Motorprobleme sind Fernando Alonso und Lance Stroll im ersten WM-Teil viel zu wenig gefahren. Daher hielt sich der Lerneffekt in Grenzen.
Technikguru und Teamchef Adrian Newey zeigte sich erstaunt davon, dass Honda die Ingenieurs-Mannschaft umgestellt hat. Honda konterte, das gehöre zum normalen Konzern-Vorgehen. Sky-GP-Experte Timo Glock: «Wieso haben das die Verantwortlichen von Aston Martin nicht gewusst?»
Wie GPS-Daten aus Suzuka zeigten, ist auch das Chassis von Aston Martin nicht über jeden Zweifel erhaben. Alles in allem sind das schon sehr viele Baustellen.
Martin Brundle: «Besser wird es wohl erst 2027»
Mit rascher Besserung ist nicht zu rechnen, befürchtet der langjährige Formel-1-Fahrer Martin Brundle. Der 66-jährige Engländer (WM-Sechster von 1992, dazu Sportwagen-Weltmeister und Le Mans-Sieger) sagt im Podcast The F1 Show: «Das alles anzusehen, tut wirklich weh.»
«Das ist Salz in die Wunden, ein Alptraum in jeder Hinsicht, die haben weder Speed noch Standfestigkeit. Und in Zeiten des Kostendeckels und gedrängten GP-Kalenders ist das Aufholen viel schwieriger als früher. Sie werden jetzt Prioritäten setzen und entscheiden müssen, was als Erstes angepackt werden muss.»
«Sie müssen bei Honda die richtigen Leute für den Job kriegen, aber diese Horror-Show wird kaum vor 2027 besser werden. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie Fortschritte machen werden. Nur – wenn der Rückstand je nach Strecke zwei, drei oder vier Sekunden beträgt, und das ist gemessen an den Top-Teams eine andere Welt. Das ist kaum wettzumachen.»
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