Bezzecchi (6.): «Kämpfen, solange es eine mathematische Chance gibt»
Werksfahrer Marco Bezzecchi erlebte in Sepang einen enttäuschenden MotoGP-Sonntag. Statt Marc Marquez anzugreifen, blieb nur die Verteidigung. Die Rempelei mit Ai Ogura nahm das Aprilia-Ass sportlich.
Das Positive zuerst: 2025 hätte Aprilia-Werksfahrer über einen Startplatz in der zweiten Reihe und Rang 6 im GP-Rennen gejubelt. Beim letzten Auftritt mit der RS-GP in der Hitze Malaysias hatte es für Racer aus Rimini nicht einmal ins Q2 gereicht, nun fuhr die Nummer von Rang 5 los. Beim Großen Preis kratze «Bez» in der Tropenhitze an den Top 10, 2026 wurde der WM-Dritter als Sechster abgewunken.
Das vergaß Bezzecchi auch nicht bei der Nachbesprechung des
In der Frühphase des GP-Rennens über 20 Runden schien es noch besser zu laufen. Bezzecchi robbte sich auf Platz 4 kurzzeitig näher an die Spitze heran, fuhr schneller als Dominator Marc Marquez. Doch die Wende kam schnell. Bezzecchi: «Zu Beginn des Rennens hat das Paket einige Runden gut funktioniert, aber es hat sich dann schnell gezeigt, dass die Temperatur am Vorderrad ein Problem werden wird. So kam es auch. Ich habe dann eher früher als später attackiert, war zumindest einmal an Alex vorbei. Doch als er wieder vorne war, da wusste ich schon, dass es das war mit der Fahrt nach vorne.»
Im Finale ließ das Tempo immer weiter nach. Erst
Kurz vor Schluss wurde Marco Bezzecchi dann auch noch KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini auf Rang 6 verdrängt. «Bez» konnte den schwachen Endspurt erklären: «Um meinen angeschlagenen Vorderreifen zu schonen, bin ich langsamer in die Kurven rein, aber härter rausgefahren. Damit habe ich dann ganz zum Schluss auch noch den Hinterreifen ruiniert.»
Aufgeben ist keine Option
Realistisch, aber zugleich kämpferisch kommentierte der Italiener den herben Rückschlag mit Blick auf den WM-Tabellenstand: »Natürlich tut das Ergebnis nicht gut, in der jetzigen Phase der Weltmeisterschaft muss man schwache Resultate unbedingt vermeiden. Es wird also sehr schwer werden. Aber zugleich werden wir weiterhin alles geben. Solange es eine mathematische Chance auf den Titel gibt, kämpfen wir.»
Die Faktenlage ist erdrückend: Marc Marquez hat seinen Vorsprung jetzt auf den besten Aprilia-Piloten Jorge Martin auf 44 Punkte vergrößert. Drei Runden vor Schluss der 2026er-Kampagne fehlen Marco Bezzecchi 67 Punkte auf «MM93».
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