Sensation – Yamaha zieht den Stecker: Keine Reise zum Katar-GP nach Doha!
Zwei Stunden nach dem MotoGP-Rennen in Sepang zog Yamaha Konsequenzen und sagte die Teilnahme beim Katar-GP in Doha ab. Die MotoGP Gruppe reagierte umgehend auf die Sensation – und ist enttäuscht.
Yamaha Racing tritt nicht beim Katar-GP auf dem Lusail International Circuit in Doha an! Das teilte das Werk aus Japan unmittelbar nach dem Großen Preis von Malaysia mit. Während die Kisten für die nächste Runde der MotoGP in dem Wüstenstaat gepackt werden, zieht Yamaha den Stecker.
Nach einer erneuten Bewertung der Lage im Nahen Osten hat Yamaha keine ausreichenden Gründe festgestellt, um die bestehenden unternehmensweiten Reisebeschränkungen zu ändern Daher hat Yamaha die MotoGP-Gruppe über seine Entscheidung informiert, nicht am Grand Prix von Katar 2026 teilzunehmen, und die MotoGP-Struktur erst wieder für den übernächsten Grand Prix in Portimao auf die Reise zu schicken.
Im offiziellen Statement aus der Yamaha-MotoGP-Zentrale hieß es: «Diese Entscheidung spiegelt Yamahas Einschätzung der derzeit verfügbaren Informationen wider und steht in keinem Zusammenhang mit den von der MotoGP-Gruppe und dem Veranstalter ergriffenen Maßnahmen. Yamaha bekennt sich weiterhin voll und ganz zur MotoGP und freut sich darauf, beim Grand Prix von Portugal wieder in den Wettbewerb zurückzukehren.» Persönliche Statements des Managments und der MotoGP-Piloten gab es zunächst nicht.
Unmittelbar danach reagierte die Kommunikationsabteilung mit einer Darstellung der MotoGP Sports Entertainment Group: «Die MotoGP ist enttäuscht über die Entscheidung von Yamaha, nicht am Grand Prix von Katar teilzunehmen. Wir erkennen zwar an, dass das Team einer übergeordneten Unternehmensrichtlinie unterliegt, die Reisen in den Nahen Osten einschränkt, sind jedoch nicht der Ansicht, dass diese Entscheidung den umfassenden Garantien entspricht, die allen Beteiligten der Meisterschaft gegeben wurden. Nach Rücksprache mit dem Staat Katar, dem Lusail International Circuit, unabhängigen Sicherheitsberatern und im Rahmen des eigenen, laufenden Risikobewertungsprozesses der MotoGP liegen der MotoGP keine Informationen vor, die eine Änderung der aktuellen Pläne für die Veranstaltung rechtfertigen würden.»
Und weiter: « Wir haben diesen Standpunkt zusammen mit den neuesten verfügbaren Informationen heute allen Herstellern und Teams mitgeteilt und begrüßen die Bestätigung der übrigen Teilnehmer, dass sie in Katar an den Start gehen werden; wir danken ihnen für dieses Engagement. Neben den vertraglichen Auswirkungen von Yamahas Entscheidung auf deren Vereinbarungen mit der MotoGP und der IRTA (Teamvereinigung, Anm.) hat die Nichtteilnahme von Yamaha auch sportliche Konsequenzen, die von der FIM gemäß den Meisterschaftsbestimmungen geregelt werden.»
Damit ist auch klar: Yamaha Racing nimmt im Fall «Katar-GP» eine Sonderrolle ein. Nur der in der Konstrukteurs-WM auf Platz 5 abgeschlagene Hersteller stellt sich gegen die offizielle Ansage der MotoGP Sports Entertainment Group zur planmäßigen Durchführung der Veranstaltung auf dem Losail-Circuit. Die angedrohten Vertragsstrafen als auch die «sportlichen» Konsequenzen werden von Yamaha in Kauf genommen.
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