Wieder Ausfall: Honda-Pilot Johann Zarco steuerte die Boxengasse an
Wie zuvor in Australien wurde Johann Zarco im Rennen der MotoGP in Sepang mit einem technischen Problem seiner Honda konfrontiert. Das Selbstbewusstsein des Franzosen bekam dadurch keinen Kratzer.
Beim Spielberg-GP erreichte Johann Zarco zuletzt ein Top-10, doch nach Startplatz 8 im Qualifying auf dem Sepang International Circuit war Johann Zarco zuversichtlich, dass er eine solide Leistung abliefern kann. Das wäre bitter nötig, denn in Japan, Indonesien und Australien punktete der Honda-Pilot nur als 13. auf dem Mandalika Circuit.
Im Sprin am Samstag verpasste der Routinier – der 36-Jährige fährt seit 2017 in der MotoGP – als Zehnter nur knapp den letzten Punkterang. Im Hauptrennen am Sonntag sah es lange danach aus, als könne Zarco sein bisher bestes Finish 2026 (Platz 7 in Jerez) egalisieren. Am Start machte die Startnummer 5 eine Position gut und belegte bis Runde 15 hinter KTM-Pilot Enea Bastianini die siebte Position – dann wurde der Honda-Pilot langsamer, verlor Positionen und verschwand drei Runden von dem Ende vom Zeitenmonitor!
«Am Anfang des Rennens habe ich Druck gemacht – es machte Spaß, einige Überholmanöver zu setzen und mitmischen zu können – sich lebendig zu fühlen», berichtete Zarco von den ersten Runden. «Mir war klar, dass Enea stark aufkommen würde. Zu den Top-5 war eine Lücke entstanden und ich hoffte, dass wir gemeinsam zu ihnen wieder aufschließen können. Wir waren gut unterwegs, allerdings waren wir nicht schnell genug, um die besten Jungs einzuholen, von unseren Verfolgern konnten wir uns jedoch absetzen. Marini konnte noch eine Weile mithalten, fiel dann aber doch etwas zurück.» Als es immer schwieriger wurde, Enea zu folgen, entschied ich mich drei Runden vor dem Ende meine Position ins Ziel zu bringen. Dann bekam ich aber wieder ein technisches Problem, genauso wie schon auf Phillip Island. Hier in Sepang hatte ich keine Leistung mehr, es war also es etwas ganz anderes als in Australien.»
Weil die Punkteränge immer unwahrscheinlicher wurden, steuerte Zarco auch aus Sicherheitsgründen die Boxengasse an. «Es machte keinen Sinn, das Rennen weiterzufahren, zumal ich nicht wusste, ob es ein mechanisches oder ein elektronisches Problem gab. Auf jeden Fall wollte ich keinen Motorschaden riskieren», erklärte Zarco. «Für mich ist es kein Drama, ein Rennen auf diese Weise zu beenden. Für uns ist es ein besonderes Jahr. Ich war aber zufrieden mit unserer Performance, sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Das Endergebnis spielt bei dieser Betrachtung keine Rolle.»
Zarco weiter: «Jetzt ziehen wir weiter nach Katar und ich habe die Hoffnung, dass es dort eine besser laufen kann, denn in Sepang haben wir definitiv etwas gutes erreicht. Ich hatte alles unter Kontrolle, nur mein Unterarm machte mir etwas zu schaffen – wahrscheinlich wegen der harten Bremszonen. Das ist auf solchen Pisten normal, aber wegen der Hitze wirkt es sich stärker aus. Grundsätzlich lief das Rennen besser, als ich es am Samstag erwartet hatte.»
Die magere Ausbeute aus den vier Rennen spiegelt sich für den Franzosen auch in der Gesamtwertung wider: Mit 51 Punkten ist er auf WM-Rang 17 zurückgefallen.
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