Bastianini (5.): Perfekter Start, Probleme und ein Geschenk von Bezzecchi
Enea Bastianini (KTM Tech3) belegte im MotoGP-Grand-Prix in Malaysia Platz 5. Er hatte Schwierigkeiten mit seiner RC16, weshalb er mehrere Male fast gestürzt wäre. Am Ende gab es noch ein Geschenk.
Den Grundstein für ein gutes Wochenende legte KTM-Tech3-Ass Enea Bastianini bereits am Freitag, als er im Zeittraining auf Rang 7 raste. Auch im Qualifying am Samstag zeigte der Italiener mit der siebtschnellsten Zeit eine starke Leistung. Im MotoGP-Spring am Nachmittag reichte es aber nur für Platz 9 – immerhin holte er einen WM-Punkt.
Im Grand Prix am Sonntag legte Bastianni beim Start los, als ob es kein Morgen gäbe. Von Startplatz 7 raste er auf Position 4 nach vorn. Nach wenigen Kurven schnappte er sich auch Ai Ogura (Trackhouse Aprilia) und er war bereits Dritter. Doch dann fiel er im Getümmel auf Platz 6 zurück. Diese Position hielt «La Bestia» bis zur letzten Runde. In dieser konnte er in Kurve 14 noch an Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi vorbeigehen. Bastianini überquerte die Ziellinie auf Platz 5. Auf Sieger Marc Marquez (Ducati) hatte er 10,896 Sekunden Rückstand.
Bastianini: «In der Kurve 1 war es ein wenig riskant, auf den Kerbs zu bremsen»
Seine Probleme beim Start konnte Bastianini mit seiner Tech3-Crew lösen. «Wir haben über Nacht daran gearbeitet, um etwas anderes auszuprobieren. Schon beim Warm-up am Morgen hatte ich einen besseren Start. Im Rennen konnten wir das bestätigen. In der Kurve 1 war es zwar ein wenig riskant, auf den Kerbs zu bremsen, aber es war die einzige Möglichkeit, um in der ersten Kurve zur Spitze vorzustoßen», meinte Bastianini. «In Kurve 6 war ich Dritter, aber Ai (Ogura) bremste etwas zu spät und wir beide mussten weit gehen. Ich verlor einige Positionen und versuchte danach, dranzubleiben. Es war aber nicht einfach, weil ich Probleme mit dem Vorderreifen hatte – so wie schon am Samstag. Ich hatte deswegen im Rennen viel zu kämpfen. Ich wäre mit dem Bike gefühlt 20-mal fast gestürzt. Wir müssen aber zufrieden sein. Wir haben einen guten Job gemacht, denn nach gestern hätte ich nicht gedacht, dass ich heute so ein gutes Rennen zeigen kann.»
Nachdem Marco Bezzecchi in der letzten Runde in Kurve 14 einen Fehler gemacht hatte, konnte Bastainini durchschlüpfen. Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk? «Ja, schon ein wenig», lächelte der KTM-Pilot. «Es war ein kleines Geschenk. Aber ob Platz 6 oder 5 – das ändert nicht viel. Der dritte Platz wäre besser gewesen.»
Enea Bastianini war am Sonntag in Sepang der zweitbeste RC16-Fahrer. KTM-Kollege Pedro Acosta landete auf dem zweiten Platz.
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