Alex Herrmann im Pech: DM in Vechta endete für ihn im Krankenhaus
Für Alex Herrmann, Beifahrer von Nicole Standke, endete der Rennabend bei der DM in Vechta mit einem Krankenhausaufenthalt in Oldenburg. Der Daumen ist mehrfach gebrochen. Eine OP war nötig.
Nicole Standke hatte sich ihr Abschiedsrennen ganz anders vorgestellt, ebenso wie Beifahrer Alex Herrmann, den es im Vechtaer Reiterwaldstadion ganz böse erwischte. Was war passiert? Die Norddeutsche am Lenker des 500ccm-Gespanns legte gleich im ersten Heat zur Deutschen Meisterschaft Seitenwagen einen kapitalen Hochstart mit anschließendem Sturz hin und in ihrem zweiten Lauf kam es zu einer unverschuldeten Kollision mit der Konkurrenz.
Dabei verletzte sich Herrmann und musste zur Untersuchung durch Handspezialisten ins Evangelische Krankenhaus Oldenburg gebracht werden. «So hatte ich mir mein Abschiedsrennen nicht vorgestellt», stöhnte Nicole Standke später, «aber für den Alex tut es mir besonders leid.»
Not-OP war zur Rettung des Daumens nötig
Der meldete sich am Montag über die sozialen Medien zu Wort. «Moin, moin aus der Chirurgie hier in Oldenburg», wandte sich der Schongauer in typisch norddeutschem Sprech an die Bahnsportgemeinschaft, «die Chirurgen haben am Samstagabend in der Not-OP alles gegeben, um meinen Daumen der linken Hand zu retten. Sie haben es geschafft und ihn wieder rangekriegt. Ich hatte einen acht- bis neunfachen Trümmerbruch und einen Strecksehnenabriss, der Finger hing nur noch an so einem halben Zentimeter Haut. Ich bin den Ärzten dankbar, die alles getan haben, um meinen Finger wieder in Ordnung zu bringen. Ich fühle mich hier echt wohl, Klasse alles, das ganze Drumherum, die starke Hilfe und viel Unterstützung. Und ich bin erstaunt, wie viele Menschen unseren Sport mitverfolgen, denn ich habe so viele Genesungswünsche bekommen, und dafür bin ich auch sehr dankbar.»
Wie geht es weiter?
Am heutigen Dienstag konnte Alex Herrmann aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Saison ist für ihn aller Wahrscheinlichkeit nach beendet. Der geborene Hesse hätte zwar noch zwei Rennen mit Markus Brandhofer bestreiten wollen, dessen Beifahrerin Bridget Portijk übrigens am Wochenende ebenfalls ihren Rücktritt ankündigte, aber daraus wird wohl nichts. Herrmann: «Wenn die Drähte wieder raus sind aus dem Daumen, beginnt eine Zeit mit Reha und Physio. Ich will im nächsten Jahr wieder Rennen bestreiten. Noch mal was zu Vechta: Das war eine Top-Bahn und ein tolles Rennen. Und für Nicole tut mir so ein Abschied auch echt leid.»
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