Raphael San Millan: «Direkter Einzug ins A-Finale der EM ist das Ziel»
Raphael San Millan geht nach seinem Sieg in Hertingen selbstbewusst ins EM-Finale Ende August in Berghaupten. Er sprach im Vorfeld mit SPEEDWEEK.com über das Finale und seine Öffentlichkeitsarbeit.
Das Finale der Grasbahn-Europameisterschaft der Gespanne am 30. August wirft seine Schatten voraus. Für Raphael San Millan und Beifahrer Benedikt Zapf steht das Saisonhighlight auf ihrer Heimstrecke bevor. Ihren Startplatz sicherten sich San Millan/Zapf mit einem dritten Platz beim Qualifikationsrennen in Werlte, eines von vielen Rennen, welches das Team vom MSC Berghaupten auf dem Siegerpodest abschloss.
Rastede als kleiner Dämpfer zur richtigen Zeit?
«Abgesehen von Rastede waren wir bisher immer auf dem Podest», zieht San Millan Bilanz einer bisher starken Saison. «Meistens sind wir zu Saisonbeginn auf den Sandbahnen recht stark unterwegs gewesen, aber wenn es dann Richtung Sommer auf die Grasbahnen ging, hatten wir immer einen leichten Durchhänger. Diesen wollten wir in diesem Jahr vermeiden. Das haben wir auch weitestgehend geschafft. Rastede war dann ein kleiner Dämpfer, aber vielleicht kam der auch zur richtigen Zeit und wir haben uns wieder mehr fokussiert, sodass man nichts auf die leichte Schulter nimmt.»
Die Rückkehr aufs Podest gelang bereits eine Woche nach dem Rennen in Rastede beim Grasbahnrennen in Hertingen, wo das Duo San Millan/Zapf ungeschlagen blieb. Somit konnte man im letzten Härtetest vor dem EM-Finale noch einmal Selbstvertrauen tanken.
«Wir waren in Hertingen schon sehr schnell unterwegs, wobei man die beiden Rennstrecken nicht vergleichen kann, weil die eine ganz unterschiedliche Charakteristik haben», betont San Millan, der 1992 in Gengenbach geboren wurde und sich auf das Finale auf seiner Heimbahn freut. «Die Bahn in Berghaupten ist absolut finalwürdig, weil man auch mit sechs Gespannen auf die Bahn kann, was dann vier Gespannen den direkten Weg ins A-Finale ermöglicht. Ich denke, in der ersten Kurve wird das mit Sicherheit eng zugehen, aber die Bahn bietet da einfach mehr Platz und Möglichkeiten als anderswo.»
Und nach dem bisherigen Saisonverlauf, in dem zwei Siege eingefahren wurden und abgesehen vom vierten Rang in Rastede alle Rennen auf dem Siegerpodest endeten, ist auch der direkte Einzug ins A-Finale das erklärte Ziel. San Millan: «Damit wollen wir uns den beschwerlichen Weg über das B-Finale ersparen. Denn so eng wie in diesem Jahr war das internationale Feld schon lange nicht mehr und ich denke, dass mindestens sechs bis sieben Teams ums Podest mitfahren können. In einem A-Finale kann dann auf jeden Fall viel passieren.»
Mit Videos den Blick hinter die Kulissen ermöglichen
Im Anschluss an das EM-Finale, wird es auf dem YouTube-Kanal von San Millan (https://www.youtube.com/@RaphaelSanMillan) und auf den Seiten des Teams wieder wie von fast allen Rennen ein Video geben, welches den Fans auch einen Einblick hinter die Kulissen des Sports ermöglicht. «Der Antrieb hinter den Clips liegt einfach darin, den Sport über weitere Kanäle bekannter zu machen und einen Einblick zu geben, wie so ein Renntag für uns abläuft», erklärt der gelernte Fachinformatiker die Motivation, von den Rennen Clips zu produzieren und diese ins Netz zu stellen. «Anfangs habe ich an den Renntagen zum Teil selbst gefilmt. Aber das hat dann auch irgendwann die Leistung im Rennen geschmälert, sodass ich das eine Zeit lang zurückgefahren habe. Im Moment habe ich jemanden im Team, der die Rennen und das Geschehen am Renntag für uns filmt. Ich schneide das dann zu Hause zusammen und habe zwei bis vier Stunden damit zu tun, bis so ein Film fertig ist.»
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