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Schraube gelöst: Imanuel Schramm droht die nächste Becken-Operation

Nach seinem Sturz beim Grasbahnrennen in Bad Hersfeld mit mehrfachem Beckenbruch hat Imanuel Schramm eine lange Rekonvaleszenz vor sich. Beim letzten Arztbesuch wurden Probleme offensichtlich.

Im Artikel erwähnt

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Am 8. August hatte Imanuel Schramm beim Grasbahnrennen in Bad Hersfeld in der internationalen Gespannklasse einen heftigen Crash, bei dem er sich das Becken vorne und hinten brach, es wurde mit einer Platte und mehreren Schrauben zusammengeflickt.

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Am 14. August entließ sich der neue Eigentümer der Fachzeitschrift Bahnsport aktuell auf eigene Verantwortung aus dem Krankenhaus und verbringt seither den größten Teil des Tages liegend, weil er noch nicht richtig sitzen kann. Fortbewegen kann sich Schramm nur an Krücken oder mit einem Rollator, weil er das Becken mit maximal 20 Kilogramm belasten darf.

Wie SPEEDWEEK.com von ihm erfuhr, verläuft die Genesung nicht ohne Komplikationen. «Beim letzten Mal röntgen war zu sehen, dass sich eine Schraube in der vorderen Platte gelöst hat», schilderte der Schwabe aus dem Argental. «Jetzt ist die Platte fast unnütz, weil das Becken wieder leicht auseinandergegangen ist. Die Untersuchung bei Dr. Hermann Locher in Tettnang dauerte zwei Stunden. Er ist ein Experte in diesem Bereich und hat entschieden, dass vorerst alles so bleibt, weil ich eine sehr starke Muskulatur habe und zudem sehr beweglich bin. Die nächste Kontrolle habe ich am 14. September, dann wird entschieden, ob die Schraube entfernt werden muss. Dass sie sich gelöst hat, ist einfach Pech. Das hat nichts mit Überbelastung oder falschen Bewegungen zu tun. Ich hoffe, dass es so geht, denn ich habe keine Lust, wieder ins Krankenhaus zu gehen.»

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Fahrer hat Verantwortung für zwei

Obwohl Schramm weiß, dass ihm noch einige mühsame Wochen der Genesung mit Physiotherapie und Muskelaufbau bevorstehen, haben er und Beifahrerin Lene Laise bereits entschieden, dass sie nächstes Jahr wieder Rennen fahren wollen. «Ich ziehe meine Motivation daraus, dass ich eine neue Beifahrerin habe, die trotz ihres schweren Unfalls unbedingt weitermachen will und auch dafür kämpft», betonte Schramm. «Im Teamsport ist es immer so, dass beide füreinander verantwortlich sind. Wir hatten jetzt zwei saublöde Unfälle direkt hintereinander. Beim Rennen in Melsungen wollten wir nur probieren, ob wir es vom Kopf überhaupt noch können. Mich hat am meisten beschäftigt, ob ich auch weiterhin die Verantwortung für jemand anderen übernehme, der mitfährt. Das war für mich ein großer Knackpunkt, wir haben aber offen darüber geredet. Und wir haben Vorsichtsmaßnahmen wie Patientenverfügungen und Vollmachten getroffen – wer wann was zu tun hat. Ich halte es für wichtig, dass der andere weiß, wie man darüber denkt, wenn etwas passiert.»

«Ich werde nächstes Jahr nicht wie ein Gehirnamputierter in jeden Zweikampf gehen», hielt der 52-jährige Immel fest. «Wir wollen zusammen Spaß haben, manche Gespannfahrer halte ich für übermotiviert. Mein Ziel ist nicht mehr, dass wir einen Titel holen, wollen aber natürlich einigermaßen vorne mitfahren. Wenn wir nicht Europameister werden, dann werden wir es halt nicht.»

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