Trackhouse-Pilot Raul Fernandez fehlen nach erstem Sprint-Sieg die Worte
Mit einem Start-Ziel-Sieg feierte Raul Fernandez in Mugello seinen ersten MotoGP-Sprint-Erfolg. Er hielt dem Druck von Jorge Martin stand und schob sich in der WM-Wertung auf den fünften Rang vor.
Von Position 2 aus startete Raul Fernandez ins Rennen. Nachdem Marc Marquez (Ducati) bei seinem Comeback mit einem brillanten Start kurz die Führung übernommen hatte, aber schon in Kurve drei wieder zurückfiel, übernahm der Trackhouse-Aprilia-Pilot das Kommando und gab es nie mehr her. Sein Markenkollege Jorge Martin Martin folgte auf P2 und sorgten damit für einen Aprilia-Doppelerfolg. Fabio Di Giannantonio komplettierte das Podium.
Raul Fernandez behält in der Schlussphase die Nerven beisammen
Die Schlüsselphase des Rennens spielte sich in der zweiten Rennhälfte ab. Martin kam zwischenzeitlich auf eine halbe Sekunde heran und schien den Rückstand auf Fernandez, der zwischenzeitlich über eine Sekunde Vorsprung hatte, weiter verkürzen zu können. Dieser erwies sich vor allem im zweiten Sektor als zu stark – Runde für Runde fuhr er dort zwei bis drei Zehntel Vorsprung heraus, die Martin mühsam wieder aufholen musste. Am Ende gab er nach, Fernandez holte seinen ersten Sprint-Sieg.
Es war nach seinem Sieg im Rennen von Phillip Island 2025 sein zweiter Erfolg. In der Weltmeisterschaft bedeutet das Rang fünf mit 80 Punkten, einen Zähler vor Teamkollege Ai Ogura. Große Wort fand Fernandez danach nicht. Es fiel auf, dass er ziemlich emotionslos das Interview nach dem Rennen führte. Der äußerliche Anschein zeigte nicht die innere Emotionslage: «Ich fühle mich sehr glücklich, habe aber nicht die Worte dafür. Danke an unser Team – wir machen gute Arbeit. Ich hatte am Freitag das Gefühl, das Tempo zu haben und mich auf dem Bike wohlzufühlen, also habe ich es versucht.»
Zukunftsfrage offen – der Sprintsieg bringt Aprilia ins Grübeln
Eine besondere Note hatte der Sieg auch optisch: Trackhouse trat in Mugello erstmals in Europa mit der Gulf-Lackierung an. «Es ist schön, all die Menschen hier zu sehen. Es ist das erste Mal, dass sie diese Lackierung in Europa bei der MotoGP sehen», wies der Spanier auf das Kult-Design an. Auch am Sonntag will er erneut auf Angriff fahren.
Der Sieg könnte zu keiner passenderen Zeit kommen. Die Zukunft des Spaniers bei Trackhouse ist offen, dort stehen auch Joan Mir und Nicolo Bulega auf der Wunschliste der Fahrerpaarung 2027.
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