Ex-GP-Pilot Ralf Schumacher: So muss Mercedes auf die Konkurrenz reagieren
Das Mercedes-Team hat in der ersten Saisonhälfte bewiesen, dass es das Team ist, das es zu schlagen gilt. Dennoch kann sich die Mannschaft nicht auf den Lorbeeren ausruhen, warnt Ralf Schumacher.
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Mercedes konnte in den ersten elf WM-Runden acht GP-Siege feiern, das Team führt die WM mit 72 Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Ferrari an. Dem drittplatzierten McLaren-Team fehlen bereits 159 Punkte auf die Spitzenreiter. Und Red Bull Racing ist bereits 202 Punkte vom WM-Leader entfernt.
Etwas geringer fallen die Abstände in der Fahrer-Wertung aus. Ferrari-Star Lewis Hamilton ist bis auf 50 Punkte an WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli herangerückt, George Russell sammelte im zweiten Mercedes 160 Punkte und hat damit 59 WM-Zähler weniger auf dem Punkte-Konto als sein schneller Teamkollege. Damit hatte vor der Saison kaum einer gerechnet, schliesslich bestreitet der Brite bereits seine achte Formel-1-Saison, während es für Antonelli erst das zweite WM-Jahr ist.
Auch der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Ralf Schumacher gesteht im Gespräch mit «Sky Sport» auf die Frage, was seine persönliche Überraschung in dieser Saison war: «Ich würde ganz klar sagen: die Wiederauferstehung von Mercedes und natürlich Kimi Antonelli, dem Shooting-Star des Jahres. Es war zwar so ein bisschen vorauszusehen, aber dass Kimi es so gut umsetzt und so cool macht, das ist schon unglaublich.»
Das macht Antonelli weltmeisterwürdig
Und der 51-Jährige, der zwischen 1997 und 2007 180 GP-Starts bestritten und sechs Rennen gewonnen hat, erklärt: «Was Antonelli auf jeden Fall weltmeisterwürdig macht, ist, dass er eben ein bisschen mehr aus dem Auto rausholen kann als zum Beispiel George Russell im Moment.»
Der Deutsche warnt aber mit Blick auf die Konkurrenz, die zuletzt heranrücken könnte: «Mercedes muss jetzt mit Updates kommen. McLaren ist näher dran, Ferrari ist in der Lage, Rennen zu gewinnen. Das wird eng. Und auch Red Bull Racing mit Max Verstappen darf man nie unterschätzen, auch wenn das Auto nach wie vor ein bisschen schwierig ist. Von daher muss jetzt bei Mercedes nach der Sommerpause etwas passieren.»
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