Luca Marini: Die MotoGP-Ingenieure sollten die Bikes selbst testen!
Noch-Honda-Werksfahrer Luca Marini gilt als ausgezeichneter Entwicklungsfahrer. Mit Blick in die Zukunft wünscht sich der Italiener noch mehr Aero-Entwicklung – und MotoGP-Testfahrten der Techniker.
Auch beim letzten MotoGP-Event war es Luca Marini, der für seinen Arbeitgeber am effizientesten arbeite. Zwar verpasste Rossis Halbbruder den Einzug ins Q2, doch beim Höhepunkt der Veranstaltung wurde er seinem Status als führender Pilot er Honda gerecht – Platz 9 für den Zehnten der WM-Tabelle.
Die Vorwärtsbewegung des Projekts seit der Reorganisation bei HRC mitsamt der Verpflichtung von Romano Albesiano ist nicht zu übersehen. So war es Marini, der seinen Arbeitgeber beim Finale 2025 aus dem Concessions-Keller der Hersteller befreite. Entscheidende Fortschritte wurde dabei über neue Motor-Ausbaustufen gemacht. Eine neue Karbon-Schwinge und eine Welle von Aero-Updates brachte, Honda zunächst wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.
MotoGP-Aerodynamik: Es gibt noch viel zu tun
Doch speziell beim Thema Aerodynamik hat die Konkurrenz – und hier insbesondere die beiden Italo-Werke – längst die nächsten Evolutionsstufen eingeführt. Dass Honda aktuell gegen eine unsichtbare Wand fährt, das hängt laut Luca Marini auch mit dem Status der Aerodynamik-Entwicklung zusammen. Denn die wird heute generell noch unterschätzt. Marini im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Ich stimme den Technikern zu, die sich mit Aerodynamik beschäftigen – aber ich behaupte auch, dass sie immer noch nicht erkannt haben wie wichtig dieser Bereich ist.»
Marini weiter: «Der Grund liegt meiner Meinung nach darin, dass sie das Motorrad selbst nicht fahren. Um die ganze Tragweite müssten sie das Bike selbst testen. Ich spreche davon seit meinem ersten Jahr bei Honda – wenigstens einige Ingenieure sollten es selbst erfahren wie sich das Motorrad mit – und ohne Flügeln werden. Nur dann zeigt sich wahre Bild – es gibt in diesem Bereich noch so viel Verbesserungspotenzial.»
Noch gibt es viele Freiheiten im Regelwerk
Der Werksfahrer fasst die Argumente zusammen: «Die Entwicklung in dem Feld der Aero ist sehr effizient. Neue Teile lassen sich schneller umsetzten und stand heute gibt es im Regelwerk noch sehr viele Freiheiten. Ich dränge die Techniker noch mehr in dieses Feld der Entwicklung zu investieren.»
Luca Marini gilt als sicherer Kandidat für einen MotoGP-Vertrag mit der französischen
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