Superbike WM • Neu
Tommy Bridewell (Ducati) träumt vom Podest: «Brauche ein wenig Glück»
Am 13. und 14. August absolvierten die Werksteams von Honda und BMW einen Test in Magny-Cours, um sich intensiv auf die erste Veranstaltung nach der Sommerpause der Superbike-WM vorzubereiten.
Bei Honda kam in diesem Jahr viel zusammen: Die Werksfahrer Jake Dixon und Somkiat Chantra verpassten verletzungsbedingt zahlreiche Rennen, die Fireblade präsentiert sich trotz eines umfangreichen Entwicklungsprogramms im Hintergrund um Rekordchampion Jonathan Rea als noch schwächer als in den Vorjahren. Die niederschmetternde Realität: Während Ducati die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft bereits vier Veranstaltungen vor Saisonende gewonnen hat und die Wertung zur Sommerpause mit 496 Punkten anführt – dem Maximum! – haben die Honda-Piloten erbärmliche 20 Punkte zusammengeklaubt. Damit liegt der größte Motorradhersteller abgeschlagen auf dem letzten Platz – 90 Zähler hinter dem Vorletzten.
An Einsatz mangelt es Honda nicht: Während Dixon und Chantra am Donnerstag und Freitag (13./14. August) auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours an der Feinabstimmung feilten, war das Testteam mit Rea andernorts im Einsatz. Für die beiden Stammfahrer war der Test nicht nur aus Entwicklungssicht wertvoll: Beide kannten die Strecke in Zentralfrankreich nicht und hatten damit auch eine gute Vorbereitung für die erste Veranstaltung nach der Sommerpause dort am ersten September-Wochenende.
Bei 65 (!) Grad Celsius Asphalttemperatur spulten Dixon und Chantra am Donnerstag 69 und 103 Runden ab, am Freitag 70 und 94. Während am ersten Tag das Hauptaugenmerk auf der Grundabstimmung der CBR1000RR-R lag, wurde am zweiten Tag an der Federung, der Elektronik und dem Vergleich verschiedener Setups gearbeitet. Die gesammelten Daten dienen als Basis für den nächsten Test am 25./26. August in Estoril nahe Lissabon.
«Ich mag die Strecke in Magny-Cours», urteilte Dixon. «Sie ist zwar etwas schwierig zu lernen, aber eine schöne Strecke. Es war sehr heiß. Letztendlich war es nur ein Test – es gibt keine Preise zu gewinnen –, also haben wir uns darauf konzentriert, den vom Team vorbereiteten Testplan abzuarbeiten und so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Wir hatten viel zu tun, aber ich bin zufrieden.»
Der Thailänder Chantra ergänzte: «Da ich zum ersten Mal in Magny-Cours gefahren bin, konnte ich viel Zeit damit verbringen, die Strecke kennenzulernen und gleichzeitig am Motorrad zu arbeiten. Wir konnten viele nützliche Informationen sammeln. Das ist wichtig, denn während eines Rennwochenendes haben wir nicht so viel Zeit, um verschiedene Lösungen zu probieren, während wir uns jetzt auf diese Art von Arbeit konzentrieren konnten. Ich konnte meine Rundenzeit von Session zu Session verbessern, am ersten Tag fuhr ich meine schnellste Zeit am Nachmittag, was sehr positiv war.»
Zeiten wurden von Honda keine kommuniziert, ebenso wenig von den anderen Teilnehmern. Neben Honda war das Werksteam von BMW mit den Stammpiloten Miguel Oliveira und Danilo Petrucci sowie Testfahrer Michael van der Mark dabei, außerdem das Ducati-Privatteam Marc VDS mit Sam Lowes.
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.